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Es gibt zwei Playa Naranjo. Die eine, bei einem kleinen Dorf im Süden der Halbinsel Nicoya gelegen, ist zugleich Fährterminal für die Fähre nach Puntarenas. Der Strand dort ist nicht zu empfehlen (und wird hier nicht häher beschrieben).

Die andere Playa Naranjo ist Teil des Nationalpark Santa Rosa im Norden der Provinz Guanacaste. Zusammen mit der Playa Nancite bildet sie einen weiten Sandküstenstreifen der südlichen Halbinsel Santa Elena (Peninsula de Santa Elena). Der Strand liegt im Zentrum der Bahia Naranjo, die sich von der Punta Varas bis zur Punta Cabuyal erstreckt. Beide Sandstrände sind kilometerlang und bei Ebbe bis zu einhundert Meter breit. Sie sind durch eine weit ins Meer hineinragende Felsklippe voneinander getrennt. Der Playa Naranjo bildet wenige Meter ins Inland zahlreiche Lagunen und beherbergt eine große Zahl an Amphibien. Durch den Wasseraustausch von Ebbe und Flut entstehen zwischen den Lagunen und der Meer starke Gezeitenströme. Viele Seevögel, vor allem Braunpelikane und Reiher, stehen dann an den Ufern der Gezeitenflüsse und hoffen auf ihren Fischfang. Der hier vorkommende tropische Trockenwald ist gekennzeichnet durch laubabwerfende Bäume in der Trockenzeit und starken Regenfällen in der Regenzeit, in der der Wald stark überflutet sein kann. Typisch sind hier ausgedehnte Mangrovensümpfe und unwegsame Pfade, die nicht immer klar markiert sind. Es gibt an der Playa Naranjao eine kleine Beobachtungsstation der Nationalparkverwaltung und einen Campingplatz nahe des Strandes. Wer dort übernachten will, muss sich im Voraus anmelden. Es gilt Selbstversorgung, d. h. Lebensmittel selbst mitbringen.

Die Playa Naranjo gilt, wie die Playa Nancite, als einer der bedeutendsten Eiablageplätze der dort heimischen Meeresschildkröten (vor allem der Oliv-Bastardschildkröte). In manchen Neumondnächten im August und Septemper kommen die Schildkröten zu Zehntausenden an diesen Strand, die Costa Ricaner nennen diese Ereignisse Arribada.

Surfer-Infos

Zum Leidwesen der Nationalparkverwaltung gilt dieser Küstenabschnitt auch als einer der beliebtesten Surfspots Costa Ricas. Die Surfer fallen wie Heuschreckenschwärme in der Playa Naranjo ein. Problematisch sind in diesem Zusammenhang die zahlreichen Fahrzeuge, mit denen die Wassersportler anreisen und damit gegen die Schutzvorschriften des Nationalparks verstoßen, zudem sind wildes Campieren in den Wintermonaten ein Problem. Die Nationalparkverwaltung will in den nächsten Jahren den Zugang für Surfer stark einschränken.

In der Nähe von Playa Naranjo befindet sich der legendäre Witch's Rock mit Brechern von 3 Metern Höhe (Beach Break rechts/links) und Ollie's Point , ein exklusiver, aber schwer zugänglicher Surfspot, d.h. nur per Boot erreichbar (Point Break rechts/links).

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