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Die Landessprache und offizielle Amtssprache in Costa Rica ist Spanisch.

Spanisch wird gegenwärtig von ca. 455 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Damit hat das Spanische 20 Millionen Muttersprachler mehr als das Englische. Die meisten Spanisch-Sprecher leben in Süd- und Mittelamerika. In Brasilien (Portunhol), Belize, Marokko, Westsahara, auf den Niederländischen Antillen und den Philippinen sowie Trinidad und Tobago und Puerto Rico wird Spanisch von einem großen Bevölkerungsanteil gesprochen.

 

Spanisch in der Welt

Spanisch in Mittelamerika

In den meisten Ländern Süd- und Mittelamerikas wird Spanisch als Muttersprache gesprochen. Da es sich hierbei um ein großes Gebiet handelt und seit der Kolonialisierung durch die Spanier bereits Jahrhunderte vergangen sind, weist das lateinamerikanische Spanisch gewisse Abweichungen zum europäischen Spanisch auf.

Diese sind in der Schrift- und Verkehrssprache nicht allzu groß; die Umgangssprachen und Dialekte der einzelnen Länder unterscheiden sich dagegen teilweise recht deutlich, und zwar nicht nur in der Aussprache, sondern auch im Vokabular.

Einige Wörter haben in Amerika einen Bedeutungswandel durchgemacht und generell lässt sich der lateinamerikanische Wortschatz als archaischer als der kontinentaleuropäische beschreiben (d. h. die Ausdrucksweise mutet Europäern oft veraltet oder historisierend an). Einige Abweichungen sind auch auf den (in den einzelnen Regionen unterschiedlich starken) Einfluss indigener Sprachen zurückzuführen. Besonders in Mexiko, der Karibik, Mittelamerika und Venezuela sehr deutlich spürbar sind auch die Einflüsse des US-amerikanischen Englischen auf den Wortschatz des Spanischen, die wesentlich stärker als in Europa sind.

Auf grammatikalischem Gebiet sind bis auf Besonderheiten in der Verwendung der Vergangenheitstempora (Dominanz des Indefinido) und den Voseo keine nennenswerten Abweichungen zum europäischen Spanisch festzustellen. (Der Voseo ist ein morphosyntaktisches Merkmal des Spanischen bestimmter Regionen in Süd- und Mittelamerika (vor allem Argentinien und der Río-de-la-Plata-Region, aber auch etwa in Costa Rica, Guatemala und anderen Ländern Mittelamerikas). In der klassischen Form beinhaltet der Voseo den Gebrauch des Pronomens vos (historisch „Ihr“) anstelle von tú („du“) in der singularischen Anrede.)

Ein besonders charakteristisches Erkennungszeichen lateinamerikanischer Sprecher ist die vom europäischen Spanischen stark abweichende Sprachmelodie. Die Unterschiede in dieser Beziehung sind jedoch zwischen den Sprachräumen der Andenregion, den La-Plata-Dialekten, Mexiko und Mittelamerika sowie den karibischen Dialekten praktisch ebenso groß wie gegenüber dem Kontinentalspanischen, sodass sich allgemeine Regeln nur schwer definieren lassen.

Obgleich auch Aussprache und Wortschatz zwischen und sogar innerhalb der einzelnen lateinamerikanischen Ländern mitunter stark variieren, lassen sich doch einige allgemeine Hauptunterschiede zwischen der Sprache Süd- und Mittelamerikas und dem europäischen Spanischen festhalten.

 

Spanisch in Costa Rica

  • Spanisch in Costa Rica wird sehr weich und für wenig geübte Ohren auch undeutlich ausgesprochen. Allerdings reden die Ticos nicht allzu schnell und man gewöhnt sich relativ schnell an ihre Sprachmelodie.
  • Vokale werden in Costa Rica oft besonders betont und lang gezogen ausgesprochen.
  • Der Buchstabe „d“ wird am Wortende oft nur angedeutet, beispielsweise in „ciudad“ („Stadt“).
  • Auch das „j“ wird fast stimmlos ausgesprochen. Anders als in Spanien, wo es meist wie ein im Rachen gesprochenes „ch“ (wie im deutschen Wort „Krach“) gesprochen wird, ist es in Costa Rica vergleichbar mit dem deutschen „h“. Zum Beispiel wird der Jaguar als „Haguar“ ausgesprochen.
  • Die häufigste Anrede ist „usted“, auch in der Familie und im Freundeskreis. Diese Form wird ins Deutsche als „Sie“ übersetzt, in Costa Rica gilt es aber schlicht als respektvolle Anrede. Besteht ein vertrauteres Verhältnis oder eine entspanntere Atmosphäre, wird auch „vos“ oder „tú“ verwendet, was man mit "Du" übersetzen würde. Als Anrede für Gruppen ist die Form „ustedes“ allgemein gültig, das europäische „vosotros“ für die freundschaftliche Anrede ist in Costa Rica zwar bekannt, wird jedoch kaum verwendet.
  • Sprachschulen gibt es in Costa Rica einige. Wer möchte, kann einen Teil seines Urlaubs dafür verwenden, bei renommierten Sprachschulen Spanisch zu lernen.
 

Wortschatz und Umgangssprache in Costa Rica

Einige Worte und Ausdrücke im Spanischem sind typisch für Costa Rica:

  • Maje/„Maje" - ausgesprochen „mae“ ist Umgangssprache der Ticos und wird sehr häufig verwendet. Es wird als Anrede genutzt, steht für "okay", "super", "alles klar", wird aber auch sonst immer wieder in den Wortlauf eingefügt.
  • Primo/Mopri/Mop - „Primo“ heißt wörtlich Cousin und ist eine freundschaftliche Anrede vor allem unter Männern. Die Formen „Mopri“ und „Mop“ sind durch das Vertauschen der Silben entstanden und werden gelegentlich im Valle Central benutzt.
  • Pura Vida - Die Phrase „Pura Vida“ ist Gruß, ein Lob ("okay", "passt") oder eine anerkennende Bemerkung.
  • Tuanis - Tuanis ist Tico-Slang und hat eine ähnliche Bedeutung wie „Pura Vida“, wird aber nicht gar so häufig verwendet. Sie ist auch in anderen Ländern Mittelamerikas geläufig.
  • Macho/Macha - Das Adjektiv „macho“ (sprich "matscho") bedeutet im Spanisch von Costa Rica „blond“. Was man in Deutschland "Macho" bezeichnet, heißt korrekterweise "machista".
  • Carro – Auto
  • Plátanos – Kochbananen.
  • Hijueputa – "Hijueputa" (sprich "ihueputa") ist die costaricanische Form von „hijo de puta“ („Hurensohn“).
  • Chunche - Plunder, Zeug
  • Picha - Penis (vulgär), wird häufig in Schimpfwörtern kombiniert verwendet

 

Costaricanisch für Neuankömmlinge

  • tico, tica - Costaricaner(in), costaricanisch
  • Ella no es tica - Die da ist keine Costaricanerin; sagt die Kassiererin, wenn Blasse, Blonde und Blauäugige im Thermalbad versuchen in einem Pulk von costaricanischen Freunden eine Einheimischen-Eintrittskarte zu bekommen
  • macho, macha - die Eigenschaften blass, blond und blauäugig in einer Person vereint
  • Machita! - ruft man Blassen, Blonden und Blauäugigen Mädchen oder Frauen auf der Straße hinterher
  • hora tica - Costaricanische Uhrzeit, verabredete Uhrzeit plus 20 bis 30 Minuten
  • Pura vida - mir geht es gut, alles ist gut, schon gut, passt schon, danke oder gern geschehen
  • No soy gringa, soy alemana - Ich bin keine US-Amerikanerin, ich bin Deutsche.
  • Me siento muy latina - Ich fühle mich sehr lateinamerikanisch
  • Blanca por fuera, negra por dentro - außen weiß, innen schwarz
  • mae - Junge, Mann, Mädchen, Frau, Alter oder Typ
  • Cuidado con los huecos en las calles, mae - Pass auf die Löcher in der Straße auf, Mädchen
  • invierno - eigentlich Winter, in Costa Rica die Regenzeit von April bis November
  • Esa sombrilla es demasiado pequeña - Der Regenschirm ist viel zu klein
  • verano - eigentlich Sommer, die Trockenzeit von Dezember bis März
  • ¡Que calor! - Was für eine Hitze!
  • temblor - Erdbeben unter 6,0 auf der Richter Skala, kein Grund sich aufzuregen
  • terremoto - Erdbeben über 6,0 auf der Richter Skala; wird in den Nachrichten erwähnt
  • No tenemos examen hoy? ¿Cómo? ¿Por qué no? - Wir schreiben heute keine Klausur? Wie jetzt? Warum nicht?
  • ¿Puedo usar mi diccionario para el examen, verdad? - Ich darf für die Klausur mein Wörterbuch benutzen, nicht wahr?
  • No puedo soportarlo más aquí - Ich halte es hier nicht mehr aus.
  • ¿Este bus va al aeropuerto? - Fährt dieser Bus zum Flughafen?
  • ¿Dónde salen los buses al caribe? - Wo fahren die Busse an die Karibik-Küste ab?

Indigene Sprachen

Rund ein Dutzend andere Sprachen werden im Land gesprochen: mehrere indigene Sprachen wie Bribri mit 11.000 Sprechern, Maleku oder Guatuso mit 8000, Cabecar mit 9000, Ngäbere und Guaymi mit 5000 Sprechern sowie Bocotá. An der karibischen Küste wird Mekatelyu von mehr als 55.000 Menschen gesprochen, es handelt sich um ein sehr angenehm klingendes kreolisches Englisch. Alle diese Sprachen tragen zum Charme Costa Ricas bei und sind Zeugen seiner Geschichte und Kultur.

Huetar

Huetar ist eine Sprachfamilie in Mittelamerika. Sie kommt hauptsächlich in Costa Rica vor. Sie gehört zu den indigenen amerikanischen Sprachen. Es handelt sich um ein Sprachenisolat.

Es lässt sich nicht mehr genau feststellen, wo genau sich die Huetar in Costa Rica aufhielten

Einige Stämme der Huetares, die des Häuptlings Garabito, schienen sich in der Gegend des Pazifiks aufgehalten zu haben, andere Stämme, die des Häuptling Pacaca, hielten sich wohl an den Flussufern des Río Virilla in der Nähe des Cerro Chirripó auf.

Chibcha

Chibcha ist eine Sprachfamilie in Amerika. Sie kommt hauptsächlich in Mittelamerika und Südamerika vor. Sie gehört zu den indigenen amerikanischen Sprachen.

Teribe

Teribe oder Naso (Eigenbezeichnung) ist eine in Panamá und in sehr beschränktem Maße auch in Costa Rica gesprochene Chibcha-Sprache, innerhalb derer sie zur Gruppe der Talamanca-Sprachen gehört.

Guaymi

Sprachlich zerfallen die Guaymí in zwei sehr unterschiedlich große lokale Varianten : Buglere mit 2.500 Sprechern und Ngäbere, welche mit rund 130.000 Sprechern die am meisten gesprochene Sprache der Chibcha-Sprachen ist.

Bedrohte Sprachen

Im neuesten Atlas der bedrohten Sprachen, herausgegeben 2009 von der UNESCO, stehen neun in Costa Rica vom Aussterben bedrohte Sprachen auf der Liste: Guaymí, Bribri, Cabécar, Criolla limonense, Ngäbere und Guatuso. Am schlimmsten bedroht sind Boruca, Teribe und Chorotega.

Bedroht sind die Sprachen vielfach auch daher, dass sie nur noch in kleinen Gruppen gesprochen werden. Gegenüber den 97% der Bevölkerung in Costa Rica, die die spanische Sprache ausüben, haben diese meist indigenen Gruppen einen deutlichen Nachteil. Die Behörden sind sich der Situation bewusst und versuchen den Weg des Bilinguismus einzuschlagen, um so das Überleben der Sprachen zu sichern.

Von den heute noch etwa 6.000 existenten Sprachen in der Welt sind im Laufe der letzten drei Generationen 200 Sprachen ausgestorben, 538 befinden sich in einer kritischen Situation, 502 sind ernsthaft bedroht, 632 in Gefahr und 607 in einer verwundbaren Situation. In vielen Fällen sprechen die Kinder schon nicht mehr die elterliche Sprache. Oftmals sind es nur noch die Grosseltern, die die einheimische Sprache dominieren und diese schon nicht mehr an ihre Kinder weitergegeben haben.

Weblinks

Quellen

  • Abschnitte "Spanisch in Costa Rica" und "Wortschatz und Umgangssprache in Costa Rica" mit freundlicher Genehmigung von Constanze Liess
  • Abschnitt "Costaricanisch für Neuankömmlinge" aus Spiegel-Online, 24.01.2011

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