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Folgen eines Bisses

Schwere Nekrose am Unterschenkel eines elf Jahre alten Jungen, der von einer Terciopelo-Lanzenotter gebissen worden war. Die Aufnahme entstand zwei Wochen nach dem Biss; der Junge war bis dahin nur mit Antibiotika behandelt worden. Das Bein wurde oberhalb des Knies amputiert.

Es muss mit lokalen und systemischen, also den gesamten Organismus betreffenden Folgen, gerechnet werden: Es folgen auf den Biss in der Umgebung der Bissstelle meist sehr schnell starke Schmerzen. Die Haut verfärbt sich rötlich bis blau und es kommt zu starken Schwellungen. Weiterhin kommt es zu Blutungen aus vorhandenen Wunden, wie Kratz- oder Rasierwunden sowie im Mundbereich zu Blutungen im Gebiss. Es entstehen Blasen, die eine meist blutige Flüssigkeit enthalten und nach einigen Tagen aufbrechen. Es bilden sich weiterhin auch großflächige Ödeme aus und wegen der Proteasen geht das Muskelgewebe zugrunde, es entstehen z.T. ausgedehnte Nekrosen. Sie betreffen allerdings meist nur die Oberhaut können sich aber über sehr große Hautareale ausdehnen. Diese erste Symptomatik breitet sich relativ schnell auf die gesamte gebissene Extremität sowie den Körperstamm aus. Die Gabe auch hoher Dosen Antiserum vermag daher diese lokalen Folgen kaum noch wirksam therapieren. Die Wirkung von Antiseren beschränkt sich daher in der Regel primär auf die Therapie der Gift-Wirkungen des systemischen Systems (ganzer Organismus).

Es kommt zu Übelkeit, Erbrechen, starker Blässe und starkem Herzrasen. Die Lymphknoten schwellen und beginnen zu schmerzen. Die Blutgerinnung wird so massiv gestört, dass es zu einem völligen Zusammenbruch dieser kommt, einer so genannten Verbrauchskoagulopathie. Dadurch kommt es zu inneren Blutungen, z.B. in den Magen-Darmtrakt, den Nieren oder ins Gehirn. Diese Blutungen zusammen mit den ausgedehnten Ödemen können zu einem so starken Blutverlust führen, dass es zu einem lebensgefährlichen hämorrhagischen Schock kommt. Zu neurologischen Symptomen kommt es jedoch nicht. Es sei darauf hingewiesen, dass es sehr wichtig ist, bevor ein Gegenserum verabreicht wird oder andere Maßnahmen ergriffen werden, abzuwarten, ob es sich bei dem Biss um einen Angriffbiss (Jagdbiss) oder einen Verteidigungsbiss gehandelt hat. Bei einem Verteidigungsbiss muss nicht zwangsläufig auch Gift injiziert worden sein. Beim Jagdbiss dagegen ist damit zu rechen, dass eine größere Menge Gift injiziert wurde. 

 

 

Erste Hilfe nach einem Schlangenbiss

  • Opfer beruhigen
    • Beruhigungsmittel verabreichen, falls vorhanden
  • Bisswunde versorgen
    • betroffenen Körperteil ruhig stellen
    • Kein Druckverband bei Bissen von Vipern (z.B. Grubenottern, Klapperschlangen)! Dieser kann die Giftwirkung verstärken.
    • Bissstelle weder Aussaugen noch Ausbrennen, auch nicht Ausschneiden
    • Kühlen mit Eis ist wirkungslos und teilweise sogar schädlich
  • Opfer ruhig stellen
    • keine Hektik, nicht schnell laufen (das Blut zirkuliert sonst sehr schnell)
  • Opfer wenn möglich liegend transportieren
  • Opfer beobachten
    • zeigen sich erste Anzeichen einer Vergiftung ?
      • Ödembildungen, Blasenbildungen, Unterbluten der Haut, Nekrosen (typisch bei Viperngiften)
      • Blutdruckabfall, Braunfärbung des Urins (bei muskeltötenden Giften; wegen der Freisetzung von Myoglobin)
      • Fieber, Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen können allgemeine Begleiterscheinungen einer Vergiftung sein
    • Mund-zu-Mund-Beatmung kann das Leben über viele Stunden erhalten
  • Schlange merken (Größe, Kopfform, Farbe und Musterung), wenn möglich Schlange töten und zum Arzt mitnehmen
  • Info: Toxikologisches Zentrum (San José): (506) 2223-1028

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