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Die Goldkröte (span.: sapo dorado, engl.: Golden Toad, lat. Bufo periglenes) aus der Familie der Amphibien trägt ihren Namen wegen der goldgelben Färbung der Haut. Sie ist in Costa Rica endemisch für die Cordillera de Tilarán (Region Monteverde), wo die 1964 entdeckte Kröte 1989 letztmalig gesehen wurde. Man ist sich zwar nicht sicher, ob es überhaupt noch lebende Exemplare gibt oder ob diese Art bereits ausgestorben ist, aber offiziell wurde sie bereits für ausgestorben erklärt.

Die Männchen erreichten eine Körperlänge von maximal 48 Millimetern, die Weibchen wurden mit bis zu 56 Millimetern etwas größer. Während die Männchen eine überall leuchtend gelborange Färbung aufwiesen, waren die Weibchen schwarz-gelb mit scharlachroten, gelb umrandeten Flecken. Die Jungtiere ließen sich dagegen äußerlich nicht nach Geschlechtern unterscheiden.

Theorien zum Aussterben

Theorie 1

Die Goldkröten lebten ausschließlich in den BergregenwälderCosta Ricas und trafen sich jährlich alle gleichzeitig auf dem Monteverde zu Paarung. 1986 überstieg erstmals die "Wolkenlinie" die Wälder und der für die Feuchtigkeit notwendige Nebel blieb aus. Im April trafen sich noch zigtausende um sich in den Tümpeln und Pfützen zu paaren. Doch die meisten Eier vertrockneten. Ein Jahr später kamen nur noch 100 Kröten zur Paarung. Von den 43.500 gezählten Eiern blieben nur 29 Kaulquappen übrig. 1988 und 1989 fand die Amphibienexpertin Marty Crump nur noch 1 männliches Exemplar, das vergeblich auf das Eintreffen seiner Artgenossinnen wartete. Als Ursache für das ständige Steigen der Wolkendecke fand sich die Erwärmung des Pazifiks, das den Kondensationspunkt der Feuchtigkeit nach oben verlegte und den Bergregenwäldern somit der notwendige Nebel fehlte.

Theorie 2

Die Goldkröte existierte nur im kleinen Nebelwald von Monteverde in Costa Rica und erlitt drei Phasen mit gravierenden Bestandsrückgängen – jedem ging ein sehr trockenes und heißes Jahr voran. Nach dem dritten Einbruch starb die Art aus. Drei Extremjahre führten zum Aussterben – das Klima war folglich der Auslöser.

Ob diese außergewöhnliche Trockenheit jedoch wirklich durch steigende Treibhausgasemissionen ausgelöst wurde, lässt sich jedoch nur mit Blick auf die gesamte Region beantworten. Außerdem muss man sich fragen, ob derartige Dürren durch den Klimawandel wirklich häufiger werden – und wenn ja, um wie viel stärker sie ausfallen. Das klingt nach Erbsenzählerei, doch genau auf diese Unterscheidung kommt es uns an.

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Costa Rica

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