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Die Bevölkerung Costa Ricas ist überwiegend christlich (2010: 76,7 % römisch-katholisch, 13,7 % Protestanten). Costa Rica hat den geringsten Anteil einheimischer Bevölkerung unter den mittelamerikanischen Staaten, der Großteil der Bevölkerung besteht aus Nachkommen spanischer Einwanderer. Etwa 60% der Costaricaner leben in Städten. Zwei Drittel der gut vier Millionen Einwohner (2011: 4.301.712 Einwohner in 1.360.046 Wohnstätten lt. Zensus) des Landes leben im klimatisch begünstigten Hochland (Meseta Central), Siedlungsschwerpunkt ist das Valle Central, in dem die bedeutenden Städte San José, Heredia, Cartago und Alajuela liegen. Die Bevölkerungszahl in den westlichen Landesteilen (Provinz Guanacaste, Provinz Puntarenas) ist leicht rückläufig, während sie in allen anderen Provinzen ansteigt. Wichtige Küstenstädte sind Puerto Limón (Karibikküste) und Puntarenas (Pazifikküste).

Costa Rica ist eine äußerst multikulturelle Gesellschaft und wird auch oft als Land, in dem alle Kulturen vereinigt sind, bezeichnet. Der größte Teil der Einwohner sind Nachfahren der spanischen Eroberer, die Kreolen, jedoch ist diese Gruppe kaum mehr zu trennen von den Mestizen, die sowohl spanische als auch indianische Vorfahren haben. An der Karibikküste lebt eine Minderheit von Schwarzen und Mulatten, die im 19. Jahrhundert mit dem Beginn des Eisenbahnbaus aus Jamaika nach Costa Rica kamen. Von der indianischen Urbevölkerung leben nur noch etwa 35.000, die acht verschiedenen Völkern angehören. 1977 verabschiedete das Parlament ein bis heute gültiges Gesetz, das den Ureinwohnern 22 Reservate garantiert, in denen das Land ausschließlich ihnen gehören soll. Daneben gibt es in Costa Rica noch eine Minderheit von Asiaten, viele Lateinamerikaner aus anderen Ländern und viele Europäer. In Costa Rica leben rund 250.000 Ausländer, das sind etwa 7,6% der Bevölkerung. Die Ticos zeichnen sich durch ihre sympathische Wesensart, Friedlichkeit und Freude am Leben aus. Zur Begrüßung und generellen Ausdruck von Freude und Zufriedenheit sagt man schlichtweg:

Pura Vida! - Das pure Leben!

 

Bevölkerungsentwicklung (lt. Fischer-Weltalmanach)

  • 2017: 4.930 Mio (Weltrangplatz 123)
  • 2016: 4.857 Mio
  • 2010: 4.563 Mio (Weltrangplatz 116) [Quelle: Instituto Nacional de Estadistica y Censos]
  • 2008: 4.327 Mio (Weltrangplatz 119)
  • 2006: 4.005 Mio (Weltrangplatz 123)
  • 2004: 3.873 Mio (Weltrangplatz 121)
  • 2002: 5.589 Mio (Weltrangplatz 125)
  • 1981: 2.190 Mio (Weltrangplatz 113)

zum Vergleich: Deutschland

  • 2010: 82.670 Mio  (Weltrangplatz 14)
  • 2010: 82.268 Mio

Bevölkerungsdichte (lt. Fischer-Weltalmanach)

Bevölkerungswachstum: 1,347 % pro Jahr (2010, CIA)

  • 2010: 88 Einwohner je km²
  • 2008: 83 Einwohner je km²
  • 2006: 78 Einwohner je km²
  • 2004: 76 Einwohner je km²
  • 2002: 70 Einwohner je km²
  • 1981: 43 Einwohner je km²

zum Vergleich: Deutschland

  • 2010: 230 Einwohner je km²

Bruttoinlandsprodukt BIP von Costa-Rica (lt. Fischer-Weltalmanach)

 

(das 'Statistische Bundesamt Deutschland' weist höhere Werte aus)

  • 2010: 5.520 US-$ je Einwohner
  • 2008: 4.700 US-$ je Einwohner
  • 2006: 4.300 US-$ je Einwohner
  • 2004: 4.060 US-$ je Einwohner
  • 2002: 3.570 US-$ je Einwohner
  • 1981: 1.540 US-$ je Einwohner

zum Vergleich: Deutschland

  • 2010: 38.990 US-$ je Einwohner

Altersstruktur (2007/2010)

  • 0-14 Jahre: 27.8% (männlich 587,395 / weiblich 560,408) [2010: 1 126 062]
  • 15-64 Jahre: 66.4% (männlich 1,388,114 / weiblich 1,357,157)
  • 65 Jahre und älter: 5.8% (männlich 111,758 / weiblich 129,052)

zum Vergleich: Deutschland (2007)

  • 0-14 Jahre: 13,7
  • 15-64 Jahre: 66,1%
  • 65 Jahre und älter: 20,3% (darunter sind über 1,6 Mio Menschen (entspr. 2% der Gesamtbevölkerung) die älter als 85 Jahre sind)

Mittleres Alter (2007)

  • Total: 26,8 Jahre
  • Männlich: 26,3 Jahre
  • Weiblich: 27,2 Jahre

zum Vergleich: Deutschland

  • Total: 43,8 Jahre
  • Männlich: 42,6 Jahre
  • Weiblich: 45,2 Jahre

Durchschnittliche Lebenserwartung (für 2007 geborene)

  • Durchschnitt: 77.21 Jahre
  • Männer 74.61 Jahre
  • Frauen 79.94 Jahre

zum Vergleich: Deutschland

  • Durchschnitt: 79,26 Jahre
  • Männer: 76,89 Jahre
  • Frauen: 82,25 Jahre

Erwerbstätige nach Wirtschaftssektor (2003)

  • Landwirtsch. 15%
  • Industrie 22%
  • Dienstleistungen 62%

zum Vergleich: Deutschland

  • Landwirtsch. 2,1%
  • Industrie 25,3%
  • Dienstleistungen 72,5%

 

Mittelschicht

Es existiert nach wie vor eine ausgeprägte Mittelschicht, auch wenn die Schere zwischen Armen und Reichen im Land weiter auseinander geht. Um die 22% der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze (siehe hierzu auch Informationen auf der Seite zur Wirtschaft). Die Lebenserwartung ist mit über 78 Jahren vergleichsweise hoch. Das Bevölkerungswachstum lag 2003 bei 1,9%. Der Anteil der städtischen Bevölkerung liegt bei ca. 60%. Das Stadt-Land-Gefälle macht sich auf verschiedenen Ebenen bemerkbar: auf dem Land gibt es das stärkste Bevölkerungswachstum, der Anteil der armen Bevölkerung ist hier höher, aber auch in den Bereichen der Ausbildungschancen, des Gesundheitswesens, der Verdiensthöhe und Arbeitsmöglichkeiten gibt es beträchtliche Unterschiede. Bei gut 4,3 Millionen Einwohner/-innen stellt die nach wie vor hohe Zahl (rund 500.000, davon ca. 300.000 Illegale) von Flüchtlingen und Asylant/-innen aus den Nachbarländern teilweise ein soziales Problem dar.

Human Development Index

Der Human Development Index ist ein Indikator zum Vergleich des Standes der gesellschaftlichen Entwicklung. In den HDI fließen die Lebenserwartung, die Alphabetisierungsrate und die reale Kaufkraft pro Person ein. Er kann zwischen 1 (hoch) und 0 (niedrig) liegen und lag 2003 bei 0,838 (Rank 47 von 177). Der Human Development Report von UNDP stellt verschiedenste Indikatoren der gesellschaftlichen Entwicklung zusammen. Eine weitere Zusammenstellung über Indikatoren zur Bevölkerung, Gesundheit und Lebensstandard im Vergleich zu Mittelamerika und der Welt bietet Earthtrend .

Seit 1941 gibt es für Arbeiter/-innen eine staatliche Pflichtversicherung für Rente, Erwerbsunfähigkeit, Hinterbliebenenrente sowie Kranken- und Schwangerschaftsbeihilfen in die sowohl der/die Arbeitnehmer/-in als auch der Arbeitgeber und der Staat einzahlen. Das Rentensystem steckt wie in vielen Ländern auf Grund der demographischen Entwicklung auch in Costa Rica mittelfristig in der Krise.

Soziale Stellung der Frauen

Die rechtliche und soziale Stellung der Frauen wurde relativ früh abgesichert. (Aber auch in Costa Rica ist der "Machismo" anzutreffen.) Die Alphabetisierungsquote bei Frauen (über 15 Jahre) beträgt 95,9%, bei Männer 95,7% und damit für Mittelamerika außerordentlich hoch. Das geschätzte Einkommen von Männern betrug 2003 rund 14.000 US $ (in ppp), von Frauen nur 5.236. Rund 80% der arbeitenden Frauen sind im Servicebereich tätig.

Ethnien

Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Ethnien waren lange Zeit nicht von freundlicher Integrationsbereitschaft geprägt. Der schwarzen Bevölkerung war es erst mit der Verfassung von 1949 überhaupt erlaubt von der karibischen Küste in andere Landesteile zu gehen. Eine Integration begann aber erst langsam mit dem Straßenbau nach Puerto Limón in den 1970er Jahren. Der Artikel 'Die schwarzen Diebe und Räuber' beschäftigt sich mit der immer noch nicht statt gefundenen Integration und den Vorurteilen gegen die 'verruchte' Karibikküste.

Die verschiedenen indigenen Gruppen stellen heute unter 1% der Bevölkerung, viele von ihnen leben in den indigenen Territorien, die 1977 eingerichtet wurden. Erst im Jahr 1992 erfolgte in Costa Rica die Reform des Gesetzes, die eine sozial- und kulturpolitische Besserstellung garantieren sollte. Erst seitdem können Indigene z.B. überhaupt Pässe bekommen. Ein Artikel aus der TicoTimes beleuchtet die Situation der Indigenen und Migrant/-innen, die häufig von den Basisversorgungen ausgeschlossen sind. Einen sehr ausführlichen Überblick über die rechtliche Situation der Indigenen gibt das Dokument 'Pueblos Indígenas de Costa Rica: 10 años de Jurisprudencia Constitucional' . Die zentralamerikanische Indigenen- und Bauernorganisation ACICAFOC bietet umfangreiches Material zum Thema. Hier gibt es eine Übersicht über die verschiedenen indigenen Organisationen im Land.

Weblinks und Datenquellen

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