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Das Wildschutzgebiet Caño Negro liegt im Norden des Landes, ganz in der Nähe der Grenze zu Nicaragua und kann nach ca. 90-minütiger Fahrt von La Fortuna / Vulkan Arenal aus erreicht werden. Auf einer knapp 10.000 Hektar großen Fläche befindet sich hier das wichtigste Feuchtgebiet Costa Ricas, welches auch als Zwischenstation für viele Zugvögel dient. Der flache Cano Negro See liegt im Zentrum des Nationalparks und ist zugleich dessen Namensgeber. Es ist ein kleiner See, welcher zur Regenzeit auf eine Fläche von ca. 500 bis 800 Hektar anwächst. Er wird aus den zahlreichen Kanälen des Río Frio gebildet und dient ihm gleichzeitig als Überlauf während der Regenzeit. Caño Negro ist eines der wichtigsten tropischen Feuchtgebiete der Neuweltropen.

Vogelliebhaber

Besonders Vogel-Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten, denn bisher wurden über 300 Vogelarten registriert. Hier leben Störche, Schlangenhalsvögel, Kuhreiher, amerikanischer Nimmersatt, Löffelreiher, Fischreiher, Kormorane, Anhingas, aber auch Fischotter, Tapire, Pumas, Jaguare, Affen, Kaimane und viele Leguanarten sind hier zu Hause. Aufgrund dieser enormen Artenvielfalt und der schönen Landschaft ist er bei Touristen als Ausflugsziel sehr beliebt und verzeichnet in letzter Zeit (leider) einen starken Touristenzulauf. Die Tagesausflüge zum Park werden besonders von La Fortuna aus (ca. 2stündige Fahrt), aber auch von der Landeshauptstadt San Jose aus angeboten.

Generell ist ein Boot die beste Möglichkeit, sich durch den Nationalpark zu bewegen, denn er besteht im Wesentlichen aus weitläufigem Marschland und dem Süßwassersee im Zentrum. Der Mangroven bewachsene Río Frío verläuft mitten durch das Gebiet und ist daher der ideale Wasserweg zum Erkunden der reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt. Jenseits der Flussufer sind zwar der Regenwald und das Marschland mittlwerweile vielen Viehweiden gewichen, dies erleichtert jedoch die Tier- und Vogelbeobachtung, da die Wildtierpopulationen auf einen schmalen Landstreifen konzentriert sind. Vom Boot aus kann man daher leicht die Tiere sowohl in der ufernahen Vegetation entdecken, als auch die im und am Wasser lebenden. Der Caño Negro See ist unmittelbar nach der Regenzeit bis zu drei Meter tief und etwa 500 Hektar groß. In der Trockenzeit (Januar - April) ist er jedoch meist nahezu vollständig ausgetrocknet und viele Tiere versammeln sich dann am täglich schrumpfenden See, wodurch sie besonders gut zu beobachten sind. Aber Vorsicht, denn wenn der Wasserstand zu niedrig wird, dann ist ein Besuch des Nationalparks nur noch stark eingeschränkt (bis gar nicht) möglich, da die Boote auf Grund laufen würden.

Öffnungszeiten und Eintritt

Der Nationalpark hat von 8-16 Uhr geöffnet und der offizielle Eintritt beträgt zwar 10 USD, wird aber in der Regel aufgrund der abgeschiedenen Lage nicht kassiert, denn dafür fehlen einfach die Einrichtungen. Dies kommt den Individualtouristen zu Gute, denn den Tagesausflüglern wird die Gebühr durch die Tourveranstalter auferlegt. Für diese Tagesausflügler ist der Startpunkt jeder Bootstour in der Regel der Ort Los Chiles, wohin sich ansonsten wohl auch kaum Touristen verirren würden. Gute Übernachtungsmöglichkeiten sind dort rar. Die Touren dauern normalerweise 3-4 Stunden und führen den Großteil der Strecke nur am Río Frio entlang. Wer Zeit für eine Übernachtung mitbringt, dem sei empfohlen, die Erkundung des Nationalparks vom gleichnamigen Ort Caño Negro aus zu starten. Bootstouren in frei wählbarer Dauer lassen sich hier buchen (Das Boot inkl. Guide wird pro Stunde bezahlt). Die Touren führen größtenteils durch das Herz der Sumpf-, Fluss- und Seenlandschaft. Der Weg zum Ort Caño Negro führt über eine lange und staubige Piste.

Lage

Costa Rica

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