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(Bild: Jonathan Serrano photography, Costa Rica)

Der Nationalpark Corcovado (span.Parque Nacional Corcovado) liegt im Herzen der Osa Halbinsel im äußersten Südwesten des Landes, nahe der Grenze zu Panamá. Er bildet das Herz der Osa Conservation Area (ACOSA), die mit 4.104 km² der größte geschützte Raum Costa Ricas darstellt.

Auf einer Fläche von 425 km² liegt der Nationalpark in der nordwestlichen Hälfte der Halbinsel. Er zeichnet sich durch eine sehr hohe Artenvielfalt aus. Die National Geographic Society nannte diesen Nationalpark einst dern Ort "mit der höchsten Biodiversität der Welt", womit die Zeitschrift das enorm hohe Artenvorkommen auf engem Raum würdigte. Tatsächlich leben alleine in diesem Nationalpark mehr als 500 verschiedene Baumarten, etwa 140 Säugetier- und 370 Vogelarten, weiterhin über 150 Orchideenarten, 120 Amphibien und Reptilien sowie mehr als 6000 Insektenarten. Zum Vergleich geht man in Deutschland von ca. 30 Baumarten aus.

Infrastruktur und Tourismus

Der Park ist für den Standardtourismus eher schlecht geeignet. Angemessene Kleidung, lange Fussmärsche und einfache Übernachtungsmöglichkeiten machen den Corcovado National Park eher interessant für zahlreiche Forschergruppen und abenteuerlustige Individualtouristen. Es gibt im gesamten Nationalpark kein Hotel oder andere touristische Einrichtungen. Wer im Park uebernachten möchte, muss sich zuvor bei der Nationalparkverwaltung (wie in jedem Nationalpark Costa Ricas) anmelden. Gefuehrte Tagestouren kann man problemlos z.B. von Drake Bay aus buchen. Die wichtigsten Rangerstationen innerhalb des Parks sind Los Patos auf der nördliche Golfseite, San Pedrillo im Süden der Drake Bay und La Sirena, die größte Station, an der südlichen Pazifikseite sowie La Leona am südlichen Parkeingang. In der Station Sirena stehen nach rechtzeitiger Anmeldung einfache Unterkünfte und Zeltplätze zur Verfügung. Es gibt drei Möglichkeiten den Park zu erreichen: mit dem Boot über den Pazifik, mit dem Flugzeug nach Drake oder Sirena oder zu Fuss aus östlicher oder südlicher Richtung. Für die meisten Besucher werden von zahlreichen Lodges südlich und nördlich des Parkes (vornehmlich in der Drake Bay) Bootstransfers angeboten, die an den Stationen San Pedrillo und Sirena anlegen.

Innerhalb des Parkes ist das Wegenetz zum Teil gut ausgebaut. Wer den Park zu Fuss erreichen möchte kann sich in einer zwei- bis dreitätigen Tour von Osten (La Palma - Los Patos) oder in einer ca. zehnstündigen Tour vom Norden (Drake Bay - San Pedrillo - La Sirena), die die meiste Zeit am Strand entlang führt. Hierbei sollte man jedoch den Tiedenhub beachten, denn die drei Flussläufe, die durchquert werden müssen, stellen bei Flut ein z. T. unüberwindliches Hindernis dar. Außerdem können sich in den Küstengewässern sowohl Alligatoren als auch Haie tummeln. Zuvor sollte man sich aktuelle Tiedenhubtabellen besorgen. Die Strecke San Pedrillo und La Sirena beträgt ca. 25 km; sie muss in einem Stück durchgegangen werden, da Campen nicht erlaubt ist.

Für den Wanderweg Los Patos - Sirena besteht seit Anfang Dezember 2009 Guide-Pflicht.

Ökosystem

Der Corcovado Nationalpark beherbergt den größten zusammenhängenden Primärregenwald an der Pazifikküste und gehört zu den wenigen zusammenhängenden Tieflandregenwäldern überhaupt. Jedoch erhebt sich im Zentrum mit dem Cerro Rincón auch ein 745 Meter hoher Berg. Da größere Tiere auch ein größeres Habitat brauchen, finden sich gerade im Corcovado die größten Landsäugetiere des amerikanischen Kontinents, unter ihnen der Mittelamerikanische Tapir, der Jaguar, der Ameisenbär (Tamandua) und das Pekari. Alleine in diesem Nationalpark leben 140 Säugetiere, dies sind 10% aller Säugetiere des amerikanischen Kontinents. Ein wichtiger Grund für die große Artenvielfalt (wie überall in Costa Rica) ist die Lage. Costa Rica bildet einen Korridor zwischen Nord- und Südamerika und so konnte sich die Fauna und Flora beider Kontinente auf dieser Landbrücke vereinen. Es entstanden Arten, die nur hier vorkommen, sogenannte endemische Arten.

Tiere

Hier leben rote Aras, Fischotter, Tapire, Pumas, Jaguare, Affen, Kaimane, sogar die Harpyie ist in wenigen Exemplaren noch im Nationalpark vertreten. Der Corcovado Nationalpark ist auch für Ornithologen ein Paradies, denn er beheimatet einige Hundert Vogelarten. 

Pflanzen

Der Corcovado Nationalpark vereint insgesamt 13 verschieden Ökosysteme, angefangen beim Bergregenwald (mehr als die Hälft des Parks), Nebelwald, Palmensumpf (Yolillo), Tieflandregenwald, Steppenwald, Schwemmlandebenen, Sumpfwald, Süßwassersümpfe bis hin zu Mangrovenwäldern.

Karte

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Öffnungszeiten und Eintritt

Der Nationalpark kann tagsüber und für mehrere Tage mit Übernachtung besucht werden. Der Eintritt für Nicht-Costa-Ricaner beträgt 15 USD/Tag, für Kinder (2-12 Jahre) werden 5 USD verlangt, der Eintritt ist an den Rangerstationen zu entrichten.

Zugänge

La Leona

 

Los Patos

 

El Tigre

 

San Pedrillo

Die Rangerstation San Pedrillo ist einer von vier Nationalparkeingängen (die anderen sind La Leona, Sirena, Los Patos), an denen man den Corcovado Nationalpark auf der Osa Halbinsel betreten kann. Hier kann auch gezeltet werden (ca. 5$/Nacht p. P.). Der Corcovado National Park kann nur mit einer ausgestellten Genehmigung besucht werden; wie in ganz Costa Rica gilt hier ebenso das strikte Campingverbot in der Wildnis (einschließlich Strände). 

Sirena

Die Rangerstation Sirena (oder auch La Sirena) ist einer von vier Nationalparkeingängen (die anderen sind La Leona, San Pedrillo und Los Patos), an denen man den Corcovado Nationalpark auf der Osa Halbinsel betreten kann. Hier kann gezeltet und in einfachen Hütten übernachtet werden (ca. 5$ bis 10$/Nacht p. P.). Eine Voranmeldung ist absolut notwendig, diese sollte rechtzeitig erfolgen, da die Kapazitäten der Station stark begrenzt sind.

 

Die Sirena Station ist ein optimaler Ausgangspunkt für Erkundungen im Nationalpark. Die Anreise erfolgt entweder per Schiff, per Charterflugzeug oder zu Fuß. Man kann sich der Station zu Fuß von verschiedenen Richtungen nähern: Vom Osten von Los Patos (ca. 26 Kilometer, ein bis zwei Tage), vom Süden von der Station La Leona aus (ca. 21 Kilometer, 6 bis 10 Stunden) oder vom Norden von der Drake Bay bzw. der Station San Pedrillo (ca. 25 Kilometer, ein Tag).

Der Corcovado National Park kann nur mit einer ausgestellten Genehmigung besucht werden; wie in ganz Costa Rica gilt hier ebenso das strikte Campingverbot in der Wildnis (einschließlich Strände).

Rund um die Station sind einige Pfade angelegt, auf denen man leicht den Primärregenwald erkunden kann (siehe linke Karte). Da hier viele Giftschlangen vorkommen, sollt man sich sehr umsichtig bewegen, Gummi- oder Wanderstiefel sind empfehlenswert. Vor allem an der Mündung des Río Sirena und der angrenzenden Lagune sollte man sich vor Haien und Krokodilen in Acht nehmen, die dort auf Beute lauern. Bei Flut und Hochwasser werden zudem kleine Bäche zu reißenden Flüssen, deren Durchquerung lebensgefährlich sein kann.

Für den Wanderweg Los Patos - Sirena besteht seit Anfang Dezember 2009 Guide-Pflicht.

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