Nicaraguasee

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Der See ist auch eine wichtige Verkehrsader, zahlreiche Fährverbindungen verbinden eine Reihe von Uferstädten und die bewohnten Inseln miteinander. Immer wieder gab es Überlegungen über den [[Río San Juan]] und den Nicaraguasee eine Verbindung von [[Pazifik]] und [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] zu realisieren, den [[Nicaragua-Kanal]].
Der See ist auch eine wichtige Verkehrsader, zahlreiche Fährverbindungen verbinden eine Reihe von Uferstädten und die bewohnten Inseln miteinander. Immer wieder gab es Überlegungen über den [[Río San Juan]] und den Nicaraguasee eine Verbindung von [[Pazifik]] und [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] zu realisieren, den [[Nicaragua-Kanal]].
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"Sie ankern 120 Meilen südlich von Gracias Dios ''(Anm.: heute "[[Cabo Gracias a Dios (Honduras)|Cabo Gracias a Dios]]" in [[Honduras]])'', weil sie Wasser und Nahrung und Holz laden wollen. [[Columbus]] schickt die Boote los, Spähtrupps, sie sind an einer Flussmündung, aber es gibt Strudel dort, "und der Wind frischte seewärts auf, und die See wurde schwer", so Fernando ''(Anm.: Fernando Colón, Columbus´ zweiter Sohn)''. Zwei Seeleute ertrinken. [[Christoph Columbus]] hat einen Sinn für Symbolik, und darum nennt er den Fluss "''Río de los Destastres''".
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Sie kommen zu einer weiteren Flussmündung, aber es ist Nacht, und darum fahren sie nicht hinein. Zufälle wie dieser machen die vierte Reise zu einer Katastrophe.
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Wären sie hineingefahren, hätten sie nur ein wenig durchgehalten, dann wären sie leicht zu einem See gekommen, jenem See, der 500 Jahre später [[Lago Nicaragua]] heißen wird, und wenn ihnen dort ein Indianer irgendwie verständlich gemacht hätte, dass sie nur 15 Meilen zu Fuß gehen müssten ... Wenn wenn wenn: Dann hätte [[Christoph Columbus]] seinen Traum verwirklicht, dann hätte er den Pazifik gesehen, dann hätte alles einen Sinn gehabt. Dann hätte er triumphiert. ..... "
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<small>Aus Klaus Brinkbäumer, Clemens Höges '''"Die letzte Reise. Der Fall Christoph Columbus"''', Spiegel Buchverlag 2006 ISBN 3-442-15365-4 </small>
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== Landkarte ==
== Landkarte ==

Aktuelle Version vom 02:47, 8. Dez. 2009

Lage des Nicaraguasees

Der Nicaraguasee (spanisch Lago de Nicaragua), auch Cocibolca, ist der größte See in Mittelamerika. Er liegt im Südwesten von Nicaragua an der Staatsgrenze zu Costa Rica, ist im Norden mit dem Managuasee verbunden und mit einer Fläche von 8.157 km² der zehntgrößte Süßwassersee der Erde. In ihm leben größere Populationen des Bullenhais, der eine Länge von über drei Metern erreichen kann. Auch einen Sägerochen fand man schon im Nicaraguasee.

Im See gibt es mehr als 400 Inseln, die größten sind Zapatera im Norden und Ometepe in der Mitte des Sees. Ometepe besteht aus zwei Vulkanen, dem Vulkan Concepción mit 1.610 m und dem Vulkan Madera mit 1.340 m Höhe. Ausbrüche beider Vulkane haben dazu geführt, dass die ursprünglich zwei Inseln durch die Lavaströme zu einer einzigen Insel zusammengewachsen sind; hier finden sich auch prähistorische Steinstatuen und Petroglyphen. Die vielleicht bekannteste Inselgruppe sind die Solentiname-Inseln im Süden des Sees, wo Ernesto Cardenal lange Zeit lebte.

Der See ist auch eine wichtige Verkehrsader, zahlreiche Fährverbindungen verbinden eine Reihe von Uferstädten und die bewohnten Inseln miteinander. Immer wieder gab es Überlegungen über den Río San Juan und den Nicaraguasee eine Verbindung von Pazifik und Atlantik zu realisieren, den Nicaragua-Kanal.

Literaturtipp

"Sie ankern 120 Meilen südlich von Gracias Dios (Anm.: heute "Cabo Gracias a Dios" in Honduras), weil sie Wasser und Nahrung und Holz laden wollen. Columbus schickt die Boote los, Spähtrupps, sie sind an einer Flussmündung, aber es gibt Strudel dort, "und der Wind frischte seewärts auf, und die See wurde schwer", so Fernando (Anm.: Fernando Colón, Columbus´ zweiter Sohn). Zwei Seeleute ertrinken. Christoph Columbus hat einen Sinn für Symbolik, und darum nennt er den Fluss "Río de los Destastres".

Sie kommen zu einer weiteren Flussmündung, aber es ist Nacht, und darum fahren sie nicht hinein. Zufälle wie dieser machen die vierte Reise zu einer Katastrophe.

Wären sie hineingefahren, hätten sie nur ein wenig durchgehalten, dann wären sie leicht zu einem See gekommen, jenem See, der 500 Jahre später Lago Nicaragua heißen wird, und wenn ihnen dort ein Indianer irgendwie verständlich gemacht hätte, dass sie nur 15 Meilen zu Fuß gehen müssten ... Wenn wenn wenn: Dann hätte Christoph Columbus seinen Traum verwirklicht, dann hätte er den Pazifik gesehen, dann hätte alles einen Sinn gehabt. Dann hätte er triumphiert. ..... "

Aus Klaus Brinkbäumer, Clemens Höges "Die letzte Reise. Der Fall Christoph Columbus", Spiegel Buchverlag 2006 ISBN 3-442-15365-4

Landkarte

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