Windsurfen

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Als Surfspots (beim Wellenreiten auch: Wave Spots) bezeichnet man Strände am Meer oder auf Binnengewässern, an denen Windsurfen, Surfer oder Kitesurfer regelmäßig gute Verhältnisse zur Ausübung des jeweiligen Sportes vorfinden.

Kriterien eines guten Surfspots sind die Haufigkeit und Stärke des Windes und der Wellencharakter. Daneben ist die Erreichbarkeit, die allgemeine Infrastruktur (Restaurant, Verleih von Surfmaterial, etc...) und natürlich die Temperatur von Bedeutung.

Wellenreiten

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Beach Break und Reef Break, also nach der Ursache der Wellenbildung.

Ein Beach Break ist ein Surf Spot, bei dem sich die Wellen auf einer Sandbank brechen. In der Regel sind sie weniger gefährlich und eignen sich besser zum Surfen lernen. Beach Breaks neigen dazu, recht unzuverlässig zu sein, da sich die Lage der Sandbänke und somit die Brechungsbedingungen durch Strömungen oder Stürme verändern können.

Ein Reef Break ist ein Surf Spot, bei dem sich die Wellen auf einem Riff brechen. Hierbei kann es sich um ein Korallenriff handeln, allerdings können auch gewöhnliche Felsformationen oder Lava als Riff betrachtet werden. Reef Breaks erzeugen im Durchschnitt kraftvollere Wellen als Beach Breaks, da das Wasser plötzlich auf ein unbewegliches Hindernis (das Riff) trifft. Je näher unter der Wasseroberfläche sich das Riff befindet, desto höher ist natürlich auch das Verletzungsrisiko bei einem Sturz (Wipeout). An Reefbreaks sind schon mehrere Surfer umgekommen. Auf der anderen Seite sind Reefbreaks wegen der dort surfbaren Tubes (Wellentunnel) sehr beliebt. Die meisten der bekanntesten Surf Spots der Welt sind Reef Breaks.

Ein Point Break ist keine weitere Differenzierung zu Beach und Reef Break, sondern vielmehr eine Sonderform, die in Kombination mit beiden Breaks vorkommen kann. Von einem Point Break spricht man bei einem Surf Spot, bei dem sich die Wellen entlang einer Landzunge oder aber in eine Bucht hinein brechen. Point Breaks erzeugen oft Wellen, die außergewöhnlich lange Rides über Distanzen von 500m ermöglichen.

Rivermouth Breaks sind Sandbänke, die sich vor Flussmündungen ablagern und im Zusammenspiel mit Schwell und Tidenhub sehr gute Wellen schaffen können.

Surfen in Costa Rica

Speziell Costa Rica hat sich inzwischen zum Geheimtipp entwickelt. Zu jeder Jahreszeit finden sich hier an der Pazifikküste traumhafte Surfbedingungen; die beste Zeit für den Atlantik ist von Oktober bis Dezember. Vor allem in der, sehr kalifornisch anmutenden, Stadt Jacó treffen sich viele halbprofessionelle und auch professionelle Surfer, um von der Brandung am benachbarten Playa Hermosa zu profitieren. Die Wellen hier sind nicht sehr hoch, dafür aber umso schneller und für Fortgeschrittene geeignet. Auch die Atlantikküste hat ihre „Secret Spots“ wie zum Beispiel die legendäre Salsa Brava in Puerto Viejo de Talamanca oder auch das Riff um die Isla Uvita ca. 700 m vor Puerto Limón.

Surfspots: Karibik

Die Playa Negra ist ein guter Surfspot (rechts/links). In Puerto Viejo wird Salsa Brava als einer der besten Spots betrachtet (Korallenriff, rechts/links - nicht geeignet für Anfängern). Playa de Puerto Viejo y Cocles ist ebenfalls eine guter Ort (Beach und Reef Break rechts/links), ebenso Playa Manzanillo (im gleichnamigen Nationalpark, 'Beach Break', rechts/links).

Surfspots: Südpazifik und Osa-Halbinsel

Playa Pavones auf der Burica-Halbinsel ist weltweit bekannt als einer der besten Spots. Die Linkswelle (Beach Break) ist mit über einem Kilometer Länge die zweitlängste durchgehende Welle der Welt.

Die besten Locations auf der Osa Halbinsel: Cabo Matapalo (rechts-Breaks) hat gute regelmässige Wellen, Bahia Drake (Korallenriff; rechts/links) und Playa Carate (Beach Break rechts/links) – letzterer ist im Nationalpark Corcovado gelegen und somit etwas umständlich zu erreichen. Playa Dominical ist ebenfalls ein ausgezeichneter Ort zum Surfen, an den sich auch Anfänger hinwagen können (Point/Beach Break; rechts/links).

Surfspots: Zentralpazifik

Playa Manuel Antonio (Point/Beach Break; rechts/links), Quepos (Point/Beach Break; links/rechts), Playa Parrita (Beach Break;rechts/links), Playa Hermosa hat schöne regelmässige Wellen; hier werden alljährlich internationale Contests durchgeführt (Beach Break rechts/links), Jacó (Beach Break rechts/links).

Surfspots: Nicoya-Halbinsel und Guanacaste

Playa Santa Teresa (Beach Break rechts/links) mit kräftigen Wellen. Nur mit 4X4 erreichbar; Playa Negra (rechts/links) und Playa Avellanas (Riff, rechts) werden von erfahrenen Surfern geschätzt. Playa Tamarindo (Point Break rechts/links) ist ideal für Anfänger (hier findet man auch problemlos Gelegenheiten für Surfunterricht). Playa Grande (Beach Break rechts/links) bei Tamarindo ist einer der ersten und bekanntesten Spots im Lande. In der Nähe von Playa Naranjo befindet sich der legendäre Witch's Rock mit Brechern von 3 Metern Höhe (Beach Break rechts/links) und Ollie's Point , ein exklusiver, aber schwer zugänglicher Spot, d.h. nur per Boot erreichbar (Point Break rechts/links).

Surfen / Windsurfen

Surfen ist in Costa Rica mehr verbreitet als Windsurfen. Für das Windsurfen sind weitaus weniger Küstenabschnitte geeignet als für das Surfen. Der Arenalsee ist einer der bekanntesten Plätze für Windsurfen. Das ganze Jahr über wehen starke bis sehr starke Winde. Unter den Windsurfern zählt dieses Binnengewässer daher zu den besten Spots weltweit !

Costa Rica war 2009 Austragungsort der WM im Wellenreiten

Costa Rica war vom 31. Juli bis zum 9. August 2009 der Austragungsort und Organisator der Weltmeisterschaften im Wellenreiten in der Kategorie 'Open' (höhere). Das Land erhielt den Zuschlag als Austragungsort vor Nationen wie Brasilien und Südafrika, zwei weltweit bekannten Surfgebieten.

Der Wettkampf fand in Playa Hermosa, Jacó, statt und trug den Namen Billabong World Surfing Games Costa Rica 2009.

Die Gewässer von Hermosa wurden vom Surfverband ISA aufgrund seiner konstanten Wellen und seiner Nähe zum Zentrum von Jacó (4 Kilometer) ausgewählt. Dieser Ort verfügt über die erforderliche Infrastruktur zur Unterbringung einer großen Anzahl von Personen.

Kitesurfen

Kitesurfen in Costa Rica an der Bahía Salinas

Kitesurfen oder auch Kiteboarden ist ein junger Trendsport, der aus der Familie des Powerkiting entstanden ist, wobei man einen „Kite“ (Lenkdrachen) für die Fortbewegung auf dem Wasser mit Hilfe eines Kiteboards verwendet. Der Sportler befindet sich dabei auf dem „Board“ und wird durch einen lenkbaren „Kite“, auch Windschirm oder kurz Schirm genannt, gezogen.



Surfer.gif
Surferspots in Costa Rica

Surferspots am Atlantik (Karibik)


Surferspots am Pazifik (Süd)


Surferspots am Pazifik (Mitte)

Surferspots am Pazifik (Nord, nördliches Guanacaste)


Surferspots am Pazifik (Nord, mittleres Guanacaste)


Surferspots am Pazifik (Nord, mittleres Guanacaste)


B = Baden, C = Camping, F = Fischen, K = Kajak, P = Photo/Flora/Fauna, R = Reiten, S = Schnorcheln, Sp = Sport, Su = Surfen, T = Tauchen, W = Wandern, WS = Windsurfen, Flag Bandera Azul.png = Auszeichnung)

Kennzeichnung

Strände, die sich als Surfertreffs herausgestellt haben oder wo es besonders gute Bedingungen zum Surfen gibt, kennzeichnen wir zusätzlich mit diesen Icons:

Icon Playas Surfen.gif Icon Playas WSurfen.gif Icon Playas Kite.gif

Weblinks

Literatur

  • Ulrich Richter: Surfing, Wellenreiten. Das faszinierende Spiel mit der Brandung. Busse, Herford 1979, ISBN 3-87120-752-7.
  • Stefan Strauss, Ralf Götze: Wave culture. Faszination Surfen; das Handbuch der Wellenreiter. 2. Auflage. Wave Culture, Rellingen 2006, ISBN 3-00-019073-2.
  • Peter Diel, Eric Menges: Surfing. Auf der Suche nach der perfekten Welle. 4. Auflage. Meyer und Meyer, Aachen 2006, ISBN 3-89899-148-2.