Wale

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auftauchender Buckelwal
Kurzinfo Wale

Cetacea

  • Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Überordnung: Laurasiatheria
  • Ordnung: Wale
  • Wissenschaftlicher Name Cetacea


Die Wale (Cetacea) sind eine Ordnung der Säugetiere mit knapp 80 Arten, die ausschließlich im Wasser leben. Bis auf einige Flussdelfinarten leben sämtliche Walarten im Meer. Die umgangssprachliche Bezeichnung Walfisch ist irreführend, da die Wale nicht zu den Fischen gehören. In Costa Rica sind 17 Arten der Wale bekannt.


Allgemeines

Wale sind neben den Seekühen die einzigen vollständig an das Leben im Wasser angepassten Säugetiere. Sie verbringen ihr ganzes Leben im Wasser und sind nicht in der Lage, an Land zu überleben. Gestrandete Wale trocknen schnell aus, das eigene Körpergewicht drückt ihre Lungen zusammen oder bricht ihnen die Rippen, da der Auftrieb des Wassers fehlt, oder sie sterben aufgrund ihrer guten Wärmeisolation an Hitzschlag. Der gesamte Körperbau und alle Körperfunktionen der Wale sind an ihren Lebensraum angepasst, dennoch teilen sie weiterhin wesentliche Merkmale mit allen anderen höheren Säugetieren (Eutheria):

Wale zeichnen sich auch durch eine für höhere Säugetiere ungewöhnliche Langlebigkeit aus. Manche Arten, wie etwa der Grönlandwal (Balaena mysticetus), können ein Alter von über 200 Jahren erreichen. Anhand der Jahresringe der knöchernen Ohrkapsel konnte das Alter des ältesten bekannt gewordenen Exemplars, eines Männchens, auf 211 Jahre zum Zeitpunkt seines Todes bestimmt werden.

Wale sind vor allem Meerestiere und in allen Meeren der Welt anzutreffen. Einige Arten schwimmen dabei auch in Flussdeltas und sogar die Flußläufe hinauf. Nur wenige Arten leben dagegen ausschließlich im Süßwasser, dabei handelt es sich um vier als Flussdelfine zusammengefasste Arten. Während viele marine Arten der Wale wie etwa der Blauwal, der Buckelwal und auch der Große Schwertwal ein Verbreitungsgebiet haben, das fast alle Meere umfasst, gibt es auch einzelne Arten, die nur lokal vorkommen. Dazu gehören etwa der Kalifornische Schweinswal in einem kleinen Teil des Golfs von Kalifornien sowie der Hector-Delfin in einzelnen Küstengewässern bei Neuseeland. In den Meeren gibt es sowohl Arten, die die tieferen Meeresgebiete bevorzugen als auch Arten, die häufig oder ausschließlich in Küstennähe und Flachwasserbereichen leben.

Wale in Costa Rica

Wale können in Costa Rica am Besten an der Pazifikküste beobachtet werden. Je größer die Wale, desto weiter von der Küste entfernt ziehen sie ihre Bahnen. Gute Chancen auf Buckelwale zu treffen hat man, wenn man mit dem Boot zur Isla del Caño übersetzt. Besonders in den Sommermonaten ziehen hier größere Gruppen (auch mit Jungtieren) durch. Noch weiter draußen (ca. 100 bis 250 Kilometer vor der Küste) können auch die größten Wale, unter anderem der Blauwal gesichtet werden, die oft zur Paarung in die Baja California (Mexiko) ziehen.


Im sogenannten Whale Watching Code Of Conduct werden Verhaltensregeln für Schiffsführer und Whale Watcher festgelegt: So soll man sich Walen und Delphinen niemals direkt von vorne oder hinten nähern; eine Gruppe von Walen oder Delphinen darf nicht durchfahren oder getrennt werden; nicht näher als 100 Meter an die Tiere heranfahren; plötzliche Richtungs- oder Geschwindigkeitsänderungen dürfen nicht in der Nähe der Wale gemacht werden; Lärm soll vermieden werden; nicht versuchen, die Tiere zu streicheln; Füttern von Walen und Delphinen ist verboten; Wegwerfen von Abfall ist untersagt.


Ordnung der Wale (Cetacea)


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