Unechte Korallenschlange

Aus Ticopedia.de

Wechseln zu: Navigation, Suche
Unechte Korallenschlange
UnechteKorallenotter.jpg

Unechte Korallenschlange (Lampropeltis triangulum)

Reich: Tiere (Animalia)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie:
Gattung: Königsnattern (Lampropeltis)
Art: (Foto) Dreiecksnatter
Wissenschaftlicher Name

Lampropeltis triangulum

Gefährdungsstufe

Gefahrdung .png
IUCN

Die Dreiecksnatter oder Milchschlange, wie die Unechte Korallenschlange (lat. Lampropeltis triangulum) auch genannt wird, wurde durch Bernard-Germain-Étienne de La Ville-sur-Illon La Cépède im Jahr 1789 als Lampropeltis beschrieben und von Leopold Fitzinger 1843 der Gattung Königsnattern zugeordnet. Die Gattung Lampropeltis besteht aus etwa acht Arten, bei der Dreiecksnatter werden über 20 Unterarten unterschieden, darunter die Rote Königsnatter.

Der Name Milchschlange leitet sich aus der in den USA gebräuchlichen Bezeichnung milksnake ab. Von der Königsnatter glaubte man, dass sie die Milch aus den Kuheutern sauge. Auf der Suche nach Nagetieren oder zum Schutz vor der Sonne waren diese Schlangen wohl häufig in der Nähe von Scheunen oder Ställen anzutreffen.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Die Dreiecksnatter bewohnt Gebiete unter 1000 Meter in Mittel- und Nordamerika, von Panamá bis Kanada. Diese sehr häufig vorkommende Art gilt nicht als gefährdet. Für den Menschen ist sie ungefährlich.

Aussehen und Lebensweise

Die Dreiecksnatter erreicht eine Länge von bis zu 1,30 Meter und ein Alter von etwa 10 Jahren. Die Warnfärbung der Dreiecksnatter, die manchen Unterarten der Korallenottern auffallend ähnelt, dient wohl der Abschreckung von Fressfeinden (Batessche Mimikry). Sie findet sich häufig in der Nähe von Getreidefeldern, wo sie als nacht- und dämmerungsaktiver Bodenbewohner nach Kleinnagern, Echsen, Amphibien und Reptilien sowie Eiern und wirbellosen Tieren jagt. Auch andere Schlangen sind als Beute nachgewiesen.

Fortpflanzung

Die kleinen Gelege enthalten gewöhnlich 2 bis 16 Eier. Die mittlere Schlupfrate aus den sehr robusten Eiern beträgt ca. 80 Prozent. Die Fortpflanzung erfolgt kurze Zeit nach der mehrmonatigen Überwinterung.

Unterscheidung zur Echten Korallenotter

Echte Korallenotter

Neben der Echten Korallenotter, welche giftig ist, gibt es noch die Unechte Korallenschlange, auch Dreiecksnatter oder Milchschlange, (lat. Lampropeltis triangulum), welche ungiftig ist. Sie unterscheiden sich rein äußerlich nur durch die Größe und duch eine andere Anordnung der Farbringe. Für den Laien sehen sie zum Verwechseln ähnlich. Während bei der Echten Korallenotter die Farbanordnung Schwarz-Gelb-Rot-Gelb ist (Der rote Ring ist also von zwei gelben Ringen eingefasst) ist bei der Unechten Korallenotter die Farbanordnung der Ringe Rot-Schwarz-Gelb-Schwarz (Der gelbe Ring ist also von zwei schwarzen Ringen eingefasst).

Man kann sich die Unterscheidung aber leicht merken, in dem man folgenden englisch-sprachigen Vers beherzigt: From red to yellow - will kill your fellow und damit ist der Farbverlauf der Ringe gemeint. Also gelb nach rot = Echte Korallenotter und damit giftig!


Buecher.jpg
Literaturempfehlungen zu Schlangen / Reptilien
  • Wolfgang Böhme: Amniota, Nabeltiere. In: W. Westheide und R. Rieger: Spezielle Zoologie. Teil 2. Wirbel- oder Schädeltiere. Spektrum, München 2004. ISBN 3-8274-0307-3
  • Roland Bauchot (Hrsg.): Schlangen. Weltbild Verlag, 1994, ISBN 3-8289-1501-9
  • Chris Mattison: Die Schlangen-Enzyklopädie. BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1999, ISBN 3-405-15497-9
  • Mark O’Shea: Giftschlangen. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG Stuttgart, 2006, ISBN 3-440-10619-5
  • Wolfgang Böhme et al.: Handbuch der Reptilien und Amphibien Europas. Band 3/IIB, Schlangen (Serpentes) III. Wiebelsheim: AULA Verlag GmbH, ISBN 3-89104-617-0
  • David Mallow, David Ludwig, Göran Nilson (2003): True Vipers. Natural History and Toxicology of Old World Vipers. Krieger Publishing Company Malabar, Florida, ISBN 0-89464-877-2
  • Ulrich Joger, Nikolai Stümpel (Hrsg.) (2005): Handbuch der Reptilien und Amphibien Europas; Band 3/IIB, Schlangen (Serpentes) III Viperidae. Aula-Verlag, Wiebelsheim; Seiten 151-185, ISBN 3-89104-617-0
  • Gunther Köhler (2001): "Reptilien und Amphibien Mittelamerikas. Band2: Schlangen: BD 2 (Gebundene Ausgabe)", ISBN 3-98062-145-6