Ticopedia:Quellenangaben
| in Costa Rica |
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Inhaltsverzeichnis |
Grundsätzliches und Sinn der Belege
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Die Glaubwürdigkeit der Ticopedia hängt von der Überprüfbarkeit ihrer Inhalte ab. Nur dadurch kann sichergestellt werden, dass es sich um ausgewiesene Fakten und nicht um Theoriefindung handelt. Belege sind immer dann angebracht, wenn der Inhalt eines Artikels andernfalls nicht ohne eigene Quellensuche überprüft werden kann. Entbehrlich sind Belege, wenn etabliertes Wissen referiert wird und auf der Hand liegt, wo man nachlesen kann; nichtsdestoweniger kann es auch bei Grundwissen hilfreich sein, wenn eine kleine Auswahl empfehlenswerter Lehrbücher angegeben wird. Belege werden spätestens dann erforderlich, wenn Aussagen bestritten werden. Belege können helfen, Streitigkeiten (Edit-Wars) zu vermeiden oder beizulegen.
Belege sind bei allen Zitaten angebracht. Werden wörtliche Zitate aus modernen Arbeiten im Artikel verwendet, besteht nach dem Urheberrecht der deutschsprachigen Länder die Rechtspflicht zur genauen Quellenangabe. Dies bedeutet unter anderem, dass bei einem zitierten Buch die genaue Fundstelle (Seitenzahl) anzugeben ist. Bei längeren Artikeln ist es schwierig, einzelne Fakten anhand summarisch angegebener Literatur zu überprüfen. Daher sind in diesen Fällen Einzelnachweise sinnvoll.
Was sind zuverlässige Informationsquellen?
Die in einen Lexikonbeitrag eingeflossenen Informationen sollten in ihrer Herkunft transparent und ihrer Art nach nachprüfbar sein. Daher sind grundsätzlich Informationsquellen zu bevorzugen, die nach den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens erstellt wurden. Sind solche Quellen nicht oder nicht in ausreichendem Maße vorhanden, kann man auch journalistische Quellen, die als solide recherchiert gelten können, heranziehen. Hierbei sollte jedoch besonders auf Ausgewogenheit der Quellen geachtet werden. Wissenschaftlichen Informationsquellen ist journalistischen gegenüber im Konfliktfall der Vorzug zu geben. Ein Anzeichen für die Wissenschaftlichkeit einer Quelle ist, ob sie in den akademischen Diskurs, etwa in akademischen Fachzeitschriften des betreffenden Themengebiets, einbezogen wird.
Zuverlässigkeit umfasst aber auch die Verfügbarkeit: die Quelle für eine Information sollte möglichst auch nach einigen Jahren noch nachvollzogen werden können. Während gedruckte Literatur im allgemeinen verfügbar bleibt, ist das bei Informationen aus Funk und Fernsehen nur bedingt möglich. Bei Informationen aus dem Internet ist besondere Sorgfalt angebracht: Wenn eine Institution relevant genug ist für die Ticopedia, wird die URL ihres Webauftritts einigermaßen stabil bleiben. Informationen, die nur wenige Wochen im Web stehen, sind nicht als zuverlässig zu beurteilen. Dies gilt auch für die Mehrzahl privater Internetseiten. Hier gibt es in der Regel bessere Quellen der Informationsbeschaffung.
Nach dem Ticopedia-Prinzip erstellte und veröffentlichte Texte – egal aus welchem lokalen Namensraum fallen naturgemäß nicht unter den hier verwendeten Quellenbegriff. Die gemeinfreien Werke, die Wikisource anbietet, können aber als ergänzender Weblink zu einem Quellenwerk angegeben werden. Auch auf Wikibooks finden sich Originalwerke. Übersetzungen aus anderen Sprachversionenandere Artikel der Ticopedia sind nur dann tauglich, wenn deren Quellenangaben ausgearbeitet sind. Gespräche mit Fachleuten oder Augenzeugen sind keine Belege im Sinne der Ticopedia.
Belege prüfen
Belege sind, wenn möglich, mit anderen Belegen abzugleichen. Erst wenn verschiedene, voneinander unabhängige Quellen übereinstimmen, kann von einer zuverlässigen Darstellung ausgegangen werden.
Auf Folgendes sollte beim Überprüfen einer Informationsquelle geachtet werden:
- Vertritt der Text eine extreme Position? Solche Veröffentlichungen dürfen nur als Primärquelle herangezogen werden, im Wesentlichen in Artikeln und Aktivitäten über den Urheber des Textes selbst. Der Autor sollte aber auch in diesen Fällen besondere Vorsicht walten lassen. Texte extremer Gruppen sollten nicht genutzt werden.
- Finde heraus, was andere über deine Informationsquelle schreiben!
- Sind deine Informationsquellen in der Darstellung der Fakten zuverlässig?
- Die in einen Ticopedia-Artikel eingeflossenen Informationen müssen allgemein zugänglich sein (Internet, Bibliotheken, Archive, Museen usw.), damit sie überprüft werden können.
Bei umstrittenen Themen oder prominenten Forschungsproblemen kommt es immer auch vor, dass auch zuverlässige Informationsquellen einander widersprechende Quellendeutungen enthalten oder sich bei ihrer Darstellung auf seriöse Quellen berufen, die sich widersprechen.
Formatierung von Quellenangaben
Quellenangaben werden wie Literatur formatiert. Am Ende des Textes stehen die Abschnitte „Literatur“ und „Weblinks“. Die „Belege“ (Benennung ist nicht einheitlich, siehe unten) stehen entweder vor der Literatur oder nach den Weblinks.
Die Quellenangaben, soweit die Quelle im Literaturverzeichnis aufgeführt wird, kann in Kurzform erfolgen und verweist damit automatisch auf den Literaturabschnitt. siehe auch Quellenangaben im Text.
Siehe auch: Wikipedia:Belege/Recht
Techniken zur Quellenangabe
In der Ticopedia haben sich verschiedene Methoden zur Quellenangabe durchgesetzt, die unterschiedliche Stärken und Schwächen haben.
Literatur
Im Abschnitt „Literatur“ werden diejenigen Darstellungen zum Thema aufgelistet, die den Kern für die im Artikel enthaltenen Informationen darstellen. Es kann sich dabei um gedruckte Literatur oder online zugängliche Inhalte handeln; im Idealfall bedient man sich der Gesamtdarstellungen angesehener Fachautoren. Diese Hauptquellen werden unter der Überschrift Literatur oder Weblinks bei Bedarf unter Zuhilfenahme weiterer Untergliederungen angegeben.
Damit Titel, die nicht als Belege für den Artikel dienen, sondern als Leseempfehlung zur Vertiefung gedacht sind, nicht irrtümlich für Quellen gehalten werden, kann am Anfang das Quellenabschnittes explizit darauf hingewiesen werden, welche der Bücher die Hauptquellen des Artikels sind.
Einzelnachweise
Wo die Hinweise auf die unter „Literatur“ angegebenen Überblicksdarstellungen nicht zur Überprüfung ausreichen, sollen Aussagen im Text mit Hilfe von Einzelnachweisen belegt werden. Insbesondere wichtige Angaben (Zahlenwerte, kritische Passagen) und Zitationen sollen mit Einzelnachweisen in der Form belegt werden, wie sie unter Einzelnachweise dargestellt ist. Der Leser kann die Angaben im Artikel mithilfe derselben leichter überprüfen. Werden durchgehend Einzelnachweise genutzt, fallen auch einzelne unbelegte Aussagen leichter auf.
Mit den Markierungen <ref> und </ref> werden Belege in den Text eingefügt. In einem eigenen Abschnitt, in dem die Belege dann als Fußnote erscheinen sollen, wird der Befehl <references /> eingefügt.
Dieser Abschnitt wird derzeit mit Einzelnachweise, Quellen oder Quellenangaben – seltener Fuß-/Endnoten – überschrieben. Da der Begriff Quelle in der Geschichtswissenschaft strenger verwendet wird, ist bei Artikeln, die zumindest auch in diesem Bereich zu verorten sind, von der Verwendung der Begriffe Quellen oder Quellenangaben abzusehen. Strittig ist, ob Bemerkungen im Einzelnachweis stehen sollen, die über den Beleg hinaus gehen. In manchen Fällen kann dies durchaus sinnvoll sein.
Der Abschnitt Einzelnachweise ist kein Ersatz für Literatur, wer also eine reine Literaturangabe unter der Überschrift Quellen ablegen will, der sollte hier die Standardrubrik Literatur im Interesse der Einheitlichkeit bevorzugen. Eine einzelne Literaturangabe dürfte auch immer als Herkunftsangabe verstanden werden.
Innerhalb von Tabellen ist es auch möglich, eine Literaturangabe oder einen Weblink in einer zusätzlichen Tabellenspalte anzugeben. So ist die Quellenangabe gleich neben den Angaben und nicht erst am Ende des Textes.
Interne Verlinkung
Wenn es zu Sachverhalten in der Ticopedia eigene Artikel gibt, sollte man sie im Text verlinken. Solche Links ersetzen die Quellenangaben nur, wenn die Quellen im verlinkten Artikel stehen. Beispiel: Costa Rica sollte auf den Artikel Costa Rica verlinken.
Zusammenfassung und Quellen
Beim Speichern einer Änderung kann man im Feld Zusammenfassung und Quelle zusätzlich zur Zusammenfassung der Änderungen auch die verwendeten Quellen angeben. So lässt sich anhand der Versionsgeschichte erkennen, welche Informationsquellen wann verarbeitet wurden.
Viele Leser der Ticopedia wissen aber nicht, dass es bei Ticopedia-Artikeln eine Versionsgeschichte gibt. Quellenangaben in der Versionsgeschichte sind außerdem nur online verfügbar und bei längeren Versionsgeschichten kaum wiederzufinden („versteckte Quellenangaben“). Angaben im Bearbeitungskommentar sind primär Mitteilungen an die Mitautoren. Da es ein Qualitätsmerkmal der Ticopedia ist, wenn die verwendeten Quellen sofort ersichtlich sind, sollte – gegebenenfalls zusätzlich zur Versionsgeschichte – außer in besonderes begründeten Ausnahmefällen stets eine andere Art der Quellenangabe verwendet werden.
Aber beachte: Zu viele Quellenangaben verletzen den Enzyklopädiecharakter eines Artikels; sie sollten daher abgewogen verwendet werden. Für Tatsachen wie „Die Erde ist eine Kugel und keine Scheibe“ bedarf es keiner Quellenangabe – es sei denn der Artikel widmet sich direkt dieser Frage.
Artikel ohne Belege
Erfahrungsgemäß weist nur ein Teil der neu angelegten Artikel Belege in irgendeiner Form auf. In Artikeln über Alltagsgegenstände mögen Belege zwar entbehrlich erscheinen, jedoch sollen auch dafür Informationsquellen angegeben werden. Es ist dabei nicht wichtig, ob die angegebene Literatur tatsächlich für den Text benutzt worden ist (das kann nur der Autor wissen), sondern, dass sich die Fakten anhand dieser Belege nachprüfen lassen.
Unbelegte Aussagen können und sollten sofort aus einem Artikel entfernt werden, wenn sie Schaden anrichten können (etwa Negatives zu einer noch lebenden Person oder dubiose Aussagen in medizinischen Artikeln). Die Löschung sollte im Bearbeitungskommentar oder auf der Diskussionsseite begründet werden.
Unbelegte Artikel, bei denen der Verdacht eines Fakes bei kursorischer Nachrecherche (oberflächlicher Überprüfung) nicht ausgeräumt werden kann, sind im Zweifel zu löschen (siehe Löschantrag). Nach den bisherigen Erfahrungen ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass bei Anlegung dieses strengen Maßstabs wertvolles Wissen verlorengeht.

