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Skorpione

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Skorpione
Skorpion Centruroides limbatus.jpg

Skorpione (Scorpiones)

Reich: Tiere (Animalia)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Skorpione (Scorpiones)
Familie:
Unterfamilie:
Gattung:
Art: (Foto) Centruroides limbatus
Wissenschaftlicher Name

Scorpiones

Gefährdungsstufe

Gefahrdung .png
IUCN

Die Skorpione (Scorpiones) sind eine Ordnung der Spinnentiere (Arachnida). Weltweit sind etwa 1400 Arten bekannt, in Costa Rica 14 Arten aus 4 Familien. Skorpione erreichen Körpergrößen zwischen 9 Millimetern und 21 Zentimetern. Sie leben vorwiegend in sandigen oder steinigen Böden oder in Bodennähe der Tropen und Subtropen, Wüsten und Halbwüsten. Wenige Arten sind kletternde Baumbewohner, Wanderer oder Höhlenbewohner und halten sich als Kulturfolger in der Nähe menschlicher Behausungen auf. Es gibt nur eine geringe Anzahl von Arten, deren (schmerzhafter) Stich für den Menschen tödlich sein kann (typisch nach 5-20 h durch Atemlähmung), da die Gifte meist nur gegen bestimmte Tiergruppen gerichtet sind.

Skorpione sind ausschließlich nachtaktiv. Viele Skorpione sind in der Lage, für längere Zeit, manche Arten sogar ein bis zwei Jahre, ohne Nahrung auszukommen, da ihr Ruhestoffwechsel kaum Energie verbraucht.

Die Anzahl der Jungen pro Weibchen schwankt je nach Art; bei Centruroides limbatus (kommt in Costa Rica vor) sind es ca. 40. Die Jungen werden bis nach der ersten Häutung auf dem Rücken getragen.

Skorpione in Costa Rica

In Costa Rica sind 14 Arten aus 4 Familien (Buthidae, Chactidae, Diplocentridae, Ischnuridae) bekannt.

Die Familie der Buthidae ist die größte Gattung der Skorpione mit etwa 660 Arten in 80 Gattungen weltweit. Die Buthidae sind meist kleine bis mittelgroße Skorpione mit einer dreieckigen bis fünfeckigen Brustplatte. Der Schwanz der meisten Vertreter ist breit und sehr kräftig gebaut, einzelne Gattungen haben jedoch auch schmalere Schwänze. Ebenso können die Greifbeine schmal oder kräftig ausgebildet sein. Die Färbung der Arten variiert von gelb bis dunkelbraun und seltener auch schwarz. Die Körpergröße variiert von etwa 20 Millimeter bis 120 Millimeter bei den Arten mehrerer Gattungen. Unter den Buthidae gibt es einige Arten mit einem sehr starken Gift, etwa 20 Arten können dabei auch für den Menschen tödlich sein. Die stärksten Gifte findet man bei Arten der Gattungen Androctonus, Centruroides, Hottentotta, Leiurus, Parabuthus und Tityus (davon kommen Centruroides und Tityus auch in Costa Rica vor).

Weitere 4 Arten von Tityus wurden in Costa Rica nachgewiesen (Tityus asthenes, Tityus cerroazul, Tityus dedoslargos, Tityus pachyurus).

Weblinks


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Literaturempfehlungen zu Spinnentieren
  • Peter Ax: Das System der Metazoa. Ein Lehrbuch der phylogenetischen Systematik. Bd 2. Gustav Fischer, Stuttgart 2001. ISBN 3-8274-1179-3
  • Heiko Bellmann: Spinnen, beobachten – bestimmen. Naturbuch, Augsburg 1992. ISBN 3-894-40064-1
  • Richard C. Brusca, G. J. Brusca: Invertebrates. Kap. 19. Sinauer, Sunderland Mass 1990, S. 661 (2.Aufl.). ISBN 0-87893-097-3
  • Rainer F. Foelix: Biologie der Spinnen. Thieme, Stuttgart 1992. ISBN 3-13-575802-8
  • Dick Jones: Der Kosmos-Spinnenführer. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1996. ISBN 3-440-06141-8
  • Ernst Kullmann, Horst Stern: Leben am seidenen Faden. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1981, 1996. ISBN 3-570-00597-6
  • Peter Klaas: Vogelspinnen im Terrarium. Lebensweise, Haltung und Zucht. Ulmer, 2003. ISBN 3-8001-7933-4
  • Gerhard Neuweiler, G. Heldmaier: Vergleichende Tierphysiologie. Bd 1. Neuro- und Sinnesphysiologie. Springer, Berlin 2003, S.164. ISBN 3-540-44283-9
  • Rainar Nitzsche: Spinnen-Spiegelungen in Menschen-Augen. Nitzsche, Kaiserslautern 2004, 2005. ISBN 978-3-930304-65-3
  • Franz Renner: Spinnen ungeheuer - sympathisch. Nitzsche, Kaiserslautern 1990, 2001. ISBN 978-3-980210201
  • Michael J. Roberts: Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. Harper Collins, London 1995. ISBN 0-00-219981-5
  • Edward E. Ruppert, R. S. Fox, R. P. Barnes: Invertebrate Zoology - A functional evolutionary approach. Kap. 18. Brooks/Cole, Southbank 2004, S.571 (7.Aufl.). ISBN 0-03-025982-7
  • Günter Schmidt: Giftige und gefährliche Spinnentiere. Westarp Wissenschaften, 2000. ISBN 3-89432-405-8
  • Boris F. Striffler: Die Martinique-Baumvogelspinne. Avicularia versicolor. Natur und Tier Verlag, 2004. ISBN 3-937285-42-3
  • Peter Weygoldt: Chelicerata - Spinnentiere. in: W. Westheide: Spezielle Zoologie. Teil 1. Einzeller und Wirbellose Tiere Gustav Fischer, Stuttgart-Jena 1996, 2004. ISBN 3-437-20515-3

Quellen