Quetzal
| in Costa Rica |
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| Quetzal | |
|---|---|
Quetzal (Pharomachrus mocinno) | |
| Reich: | Tiere (Animalia) |
| Abteilung: | Gewebetiere (Eumetazoa) |
| Stamm: | Chordatiere (Chordata) |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Ordnung: | Trogone (Trogoniformes) |
| Familie: | Trogone |
| Gattung: | |
| Art: (Foto) | Quetzal |
| Wissenschaftlicher Name | |
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Pharomachrus mocinno | |
| Gefährdungsstufe | |
Der Quetzal (Pharomachrus mocinno) gehört zur Familie der Trogone (Trogonidae) und bewohnt in zwei Unterarten die Bergnebelwälder Mittelamerikas. Er gilt als die wohl spektakulärste Vogelart des Kontinents. Die erwachsenen Männchen tragen extrem verlängerte Oberschwanzdecken. Diese Schmuckfedern erreichen eine Länge von bis zu 80 cm. Der Quetzal ist ein spezialisierter Nebelwaldbewohner. Nur dort wachsen wilde Avocadobäume (Lauraceae), deren stachelbeergroße Früchte einen hohen Anteil in seinem Nahrungsspektrum einnehmen. Der Quetzal besetzt eine Schlüsselfunktion in der Verbreitung dieser Baumarten. Das immerfeuchte Ambiente überführt Stümpfe abgebrochener, toter Bäume in einen weichen Zustand, der es dem Quetzal ermöglicht, seine Bruthöhle in das morsche Holz zu graben. Vor allem während der Brutzeit führen die Quetzalmännchen spektakuläre, wenige Sekunden dauernde Balzflüge aus. Aus den Bäumen im Kammbereich der Berge steigen sie mit ihrem quackernden Flugruf im welligen Flug nach oben, um dann im Sturzflug aus dem Himmel wie ein grüner Blitz wieder in den Kronen zu verschwinden. Bei der Brut und Versorgung der meistens zwei Jungen wechseln sich die Geschlechter ab. Nach der Brutzeit wandern die Quetzale in tiefer gelegene Bereiche der Gebirge aus.
Inhaltsverzeichnis |
Göttervogel der Maya
Schon während der präkolumbischen Kulturen unterlag der Quetzal dem Einfluss des Menschen. Die iriszierend grünen Federn wurden zu Gewändern und Kopfschmuck der gottgleichen Königspriester der mesoamerikanischen Völker verarbeitet. Kein Wunder also, dass der Quetzal nicht nur wegen seiner Schönheit eine bedeutende touristische Attraktion darstellt.
Lebensraum
Der Quetzal lebt ausschließlich in den Nebelwäldern Mittelamerikas. Das immerfeuchte Ambiente überführt Stümpfe abgebrochener, toter Bäume in einen weichen Zustand, der es dem Quetzal ermöglicht, seine Bruthöhle in das morsche Holz zu graben. Noch existieren ausgedehnte Nebelwaldgebiete als Lebensraum des Quetzals in Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua und Panamá.
Wirtschaftliche Bedeutung
Wegen ihrer prachtvollen langen Schwanzfedern, die als Kopfschmuck für die Priester dienten, wurden die Vögel von den präkolumbischen Kulturen gejagt. Da die Maya in Mexico die Vögel als Götter verehrten, wurden sie nicht getötet. Sie wurden gefangen und die langen Oberschwanzdecken wurden ausgerissen. Wer einen Quetzal tötete, wurde mit dem Tode bestraft. Auch heute werden Quetzale illegal gejagt und getötet. Lebend dienen die Tiere heute auch dem sanften Tourismus als Sehenswürdigkeiten. Ihre Beobachtung ist sehr vom Glück und von der Jahreszeit abhängig. Sie kann nur in den ganz frühen Morgenstunden bei Sonnenaufgang stattfinden, jedoch ist zu diesem Zeitpunkt der Wald noch völlig nebelverhangen und teilweise sehr dunkel.
Bedrohter Lebensraum
Der Quetzal ist durch die Zerstörung seines Lebensraumes stark gefährdet. Die mittelamerikanischen Staaten gehören zu den Gebieten mit der höchsten Waldrückgangsrate. Die Ausdehnung der Agrarflächen lässt die ohnehin isolierten und natürlicherweise begrenzten Nebelwaldgebiete zu winzigen Fragmenten verkommen. Durch die Umwandlung von tiefergelegenen Wäldern in Agrarflächen werden die Überwinterungsgebiete zerstört. Diese rasant voranschreitende Vernichtung seiner Lebensräume gilt neben der Bejagung als die Hauptgefährdung des Quetzals. Seit dem Jahre 2000 steht er auf der Roten Liste der IUCN
Weblinks
- Der Sound des Quetzal (einfach toll!)
Literatur
- Steven L. Hilty: Birds of Venezuela. Christopher Helm Publishers Ltd, 2002, ISBN 0-7136-6418-5
- Richard Ffrench: A Guide to the Birds of Trinidad and Tobago. Christopher Helm Publishers Ltd, 2003, ISBN 0-7136-6759-1
- Fry, Fry und Harris: Kingfishers, Bee-eaters and Rollers ISBN 0-7136-5206-3
- Hilty: Birds of Venezuela ISBN 0-7136-6418-5
- Stiles and Skutch: A guide to the birds of Costa Rica ISBN 0-8014-9600-4
- David Attenborough: Das geheime Leben der Vögel. Verlag: Scherz (1999) ISBN 3502150303
- Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
- Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
- Ferguson-Lees & Christie: Die Greifvögel der Welt (deutsch von Volker Dierschke und Jochen Dierschke). Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-440-11509-1
- Josep del Hoyo et al.: Handbook of the Birds of the World, Band 2 (New World Vultures to Guinea Fowl). Lynx Edicions, 1994, ISBN 84-87334-15-6
- New World Warblers (New Mermaids) von Jon Curson, 1994, ISBN 0-7136-3932-6


