Provinz Limón

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Limón ist eine Provinz von Costa Rica und liegt an der karibischen Atlantikküste. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 9.189 km² und hat eine Bevölkerung von 444.884 (2010) * Einwohnern. Etwa 50 Prozent der Einwohner sind karibischer Abstammung, meist aus Jamaika. Neben der spanischen Sprache wird auch eine englische Kreolsprache gesprochen. Die Hauptstadt ist Puerto Limón.

Die Nachbarterritorien sind (im Uhrzeigersinn) der Nachbarstaat Panamá und die Provinzen Puntarenas, San José, Cartago, Heredia und der Nachbarstaat Nicaragua. Die Provinz Limón ist in sechs Kantone unterteilt.

Die Provinz Limón besitzt den grössten prozentuellen Anteil geschützter Bereiche von Costa Rica und ebenso eine grosse Vielfallt an Fauna und Flora.

Schon auf dem Weg von San José in die Niederungen der Karbik nach Limón kreuzt man den eindrucksvollen Nationalpark Braulio Carrillo. Das weitläufigste Gebiet der Provinz Limón ist der Nationalpark Tortuguero im Norden. Eine unendlich Weite kennzeichnet das geschützte Gebiet. Im Hinblick auf den Artenschutz der grünen Schildkröte und seiner Laichzeit stellt dieses Gebiet auf der atlantischen Küste eines der bedeutendsten Plätze des amerikanischen Kontinents dar.

Die Stadt Puerto Limón ist der erste Anfahrtsknotenpunkt für die Besucher der Karibikseite. Für Costa Rica ist der Hafen von Puerto Limón von grosser wirtschaftlicher Bedeutung, wie auch die multikulturelle Mischung der dortigen Bevölkerung, welche die Geschichte dieser Region über einen langen Zeitraum hinweg geprägt hat.

Reist man weiter nach Süden, so erreicht man nach etwa einer Stunde Cahuita, ein typisches, karibisches Städtchen. Aufgrund des lebhaften kulturellen Bevölkerungsbildes, aber auch wegen der Schönheit des Nationalparks Cahuita, welcher ein weitläufiges Korallenriffgebiet schützt, hat sich Cahuita zu einem Anziehungspunkt für Touristen entwickelt. Eine große Vielfalt an tropischen Fischarten sind eine wichtige Attraktion des Nationalparkgebietes. Seine ruhigen Gewässer werden deshalb oft und gerne von Schnorchlern besucht.

Ein anderer wichtiger Ort der karibischen Provinz ist Puerto Viejo, nur 30 Minuten südlich von Cahuita.

Das Naturreservat Gandoca Manzanillo (Refugio Nacional de Vida Silvestre Gandoca-Manzanillo) befindet sich am südlichsten Zipfel der karibischen Küste nahe der Grenze zu Panamá. Dieses Refugium schützt ein 4.500 Hektar grosses Strandgebiet, welches die Laichplätze von vier Schildkrötenarten beherbergt.

In Manzanillo kann man Kajaks mieten und in den ruhigen Gewässern der Mangrovensümpfe nach Vögel und typischen Reptilien der Zone Ausschau halten.

Die Provinz Limón besitzt eine für Costa Rica einzigartige Kultur und Lebensart, die sich beispielsweise im traditionellen, jährlichen Karnevals äußert.

Krankenhäuser in der Provinz Limón

  • Hospital Tony Facio: 2758-2222
  • Hospital Guápiles: 2710-6801

Administrative Gliederung Costa Ricas

Provinzen costa ricas.png

Costa Rica gliedert sich in 7 Provinzen (provincias):

  1. Alajuela (nördlich der Hauptstadt)
  2. Cartago
  3. Guanacaste (Nordwesten)
  4. Heredia
  5. Limón (Osten)
  6. Puntarenas (Südwesten)
  7. San José (Gebiet rund um die Hauptstadt)


Die Provinzen sind in Kantone (cantones) untergliedert, von denen jeder wiederum in eine unterschiedliche Anzahl Distrikte (distritos) aufgeteilt wird. Genauso wie die Provinzen sind alle Kantone und Distrikte innerhalb ihrer nächsthöheren Verwaltungseinheit durchnummeriert. Insgesamt gibt es 81 Kantone und 470 Distrikte

Die einzelnen Provinzen werden von Gouverneuren regiert, die der Präsident ernennt.

Costa Rica ist außerdem in sechs Regionen (regiones) unterteilt: Central, Chorotega, Pacífico Central, Brunca (auch Pacífico Sur), Huetar Atlántica und Huetar Norte. Diese Regionen sind im Gegensatz zu den Provinzen keine Verwaltungseinheiten, sondern die Unterteilung wurde zum Zweck sozioökonomischer Untersuchungen vorgenommen. Jede Region umfasst mehrere Kantone verschiedener benachbarter Provinzen. Die Namen Chorotega, Brunca und Huetar sind abgeleitet von den gleichnamigen indigenen Völkern.

Weblinks