Provinz Cartago

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Cartago ist eine Provinz in Costa Rica. Sie liegt ohne Meereszugang im Zentrum des Landes. Die Hauptstadt ist Cartago. Es handelt sich um eine relativ kleine Provinz mit einer Fläche von 3.125 km² und 510.727 (2010) * Einwohner. Sie ist, im Vergleich zu den anderen Povinzen, die mit den niedrigsten Temperaturen.

Die Nachbarprovinzen sind Limón im Osten und San José im Westen. Die Provinz Cartago ist in 8 Kantone gegliedert.

Die Provinz Cartago ist auch bekannt unter der Bezeichnung “die alte Metropole”, war doch Cartago einst die Hauptstadt von ganz Costa Rica. 1823 wurde der Titel an San José übertragen wurde.

Der Region Cartago kommt im Hinblick auf die Kolonialkunst eine grosse Bedeutung zu. Das beste Beispiel dazu ist der Tempel in Orosí, dessen Erbauung auf das Jahr 1743 zurückreicht, ein historisches Juwel, welches ebenso Zeuge der Geburt einer Nation gewesen ist.

Die Provinz Cartago besitzt ein feucht-tropisches Klima. Seine hügelige Landschaft setzt sich aus zwei Gebirgszügen zusammen: den Zentralkordilleren, wo sich auch der Vulkan Irazu und Turrialba befinden und der Talamanca-Gebirgszug, in dem der imposante Chirripó emporragt, mit 3.819m die höchste Erhebung Costa Ricas.

Mit 3.432 Metern über dem Meerespiegel ist der immer noch aktive Irazu mit seinen 5 Kratern die höchste vulkanische Erhebung des Landes. Ihm entspringen eine Reihe von Flüssen, die das Einzugsgebiet der Flussläufe Chirripó, Reventazón, Sarapiquí und Grande de Tárcoles versorgen.

Cartago ist geprägt von Tradition und Religion. Nördlich der Stadt Turrialba befindet sich das Nationalmonument Guayabo. Dort können die Besucher die alte Bauwerke bewundern, die auf die präkolumbianische Epoche zurückreichen. Es ist eine der grössten archäologischen Stätten, die in Costa Rica je entdeckt worden sind.

Eine Pilgerfahrt zur wichtigste Kirche des Landes, der „Basilica De Nuestra Señora De Los Angeles“ im Zentrum der Stadt Cartago, führt in das religiöse Herzstück von Costa Rica. Täglich strömen zahlreiche Gläubige in das Gotteshaus, um der Mulattin La La Negrita (der schwarzen Madonna) zu huldigen. Es heißt, die Statue der Heiligen (die gerade mal 20 Zentimeter groß ist), würde Wunderheilungen vollbringen. Sie steht auf einem goldenen Schrein direkt über dem Altar. Jedes Jahr finden am 2. August in der Basilika grosse Feierlichkeiten statt, welche Zehntausende von Menschen aus dem ganzen Land anziehen.

Krankenhäuser in der Provinz Cartago

  • Hospital Max Peralta: 2550-1999
  • Hospital Chacón Paut: 2279-9192
  • Hospital Wílliam Allen: 2556-4343

Administrative Gliederung Costa Ricas

Provinzen costa ricas.png

Costa Rica gliedert sich in 7 Provinzen (provincias):

  1. Alajuela (nördlich der Hauptstadt)
  2. Cartago
  3. Guanacaste (Nordwesten)
  4. Heredia
  5. Limón (Osten)
  6. Puntarenas (Südwesten)
  7. San José (Gebiet rund um die Hauptstadt)


Die Provinzen sind in Kantone (cantones) untergliedert, von denen jeder wiederum in eine unterschiedliche Anzahl Distrikte (distritos) aufgeteilt wird. Genauso wie die Provinzen sind alle Kantone und Distrikte innerhalb ihrer nächsthöheren Verwaltungseinheit durchnummeriert. Insgesamt gibt es 81 Kantone und 470 Distrikte

Die einzelnen Provinzen werden von Gouverneuren regiert, die der Präsident ernennt.

Costa Rica ist außerdem in sechs Regionen (regiones) unterteilt: Central, Chorotega, Pacífico Central, Brunca (auch Pacífico Sur), Huetar Atlántica und Huetar Norte. Diese Regionen sind im Gegensatz zu den Provinzen keine Verwaltungseinheiten, sondern die Unterteilung wurde zum Zweck sozioökonomischer Untersuchungen vorgenommen. Jede Region umfasst mehrere Kantone verschiedener benachbarter Provinzen. Die Namen Chorotega, Brunca und Huetar sind abgeleitet von den gleichnamigen indigenen Völkern.


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