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Páramo

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Páramo ist ein altes spanisches Wort für hochgelegenes baumfreies Ödland (identisch mit paramera = waldlose, unwirtliche Hochebenen Alt-Kastiliens / ursprünglich keltisch-iberische Bezeichnung für Ebene).

Über 3200 Meter, zum Beispiel im Nationalpark Chirripó, herrscht in Costa Rica die Paramo-Vegetation vor. Es handelt sich dabei um eine Hochgebirgsvegetation der Feuchten Tropen mit Kleinwüchsigen Schopf-Bäume und Hochmooren. Charakteristisch sind außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit während des Tages, nach Sonnenuntergang Absinken für wenige Stunden; Niederschläge als feiner Sprühregen oder Schauer + Wind.

Ursprünge

Ursprünglich im nördlichen, feuchteren Abschnitt der Anden verbreitet, liegt das nördlichste Vorkommen dieser hochalpinen Niederstrauchvegetation in den absoluten Höhenlagen der Cordillera de Talamanca rund um den Cerro Buenavista (Cerro de la Muerte). Auf einer Höhe oberhalb 3200 Metern wird der Páramo sowohl auf der Westseite als auch auf der Ostseite von Bergregenwäldern, in der Regel Nebelwälder begrenzt.

Der allgemeine Wärmemangel und häufige Fröste, besonders in der Nacht, sind für das Ausbleiben einer geschlossenen Walddecke verantwortlich. Am Cerro de la Muerte, auf 3450 m Höhe liegen die Mittelwerte der Monatstemperatur um die 7°C, die Tagesschwankungen betragen regelmäßig zwischen –2 und 14°C, bei stärkerer Bewölkung weniger. Bei einem Niederschlag von 800 mm im Jahr und einer siebenmonatigen Regenzeit ist das Klima bei diesen Temperaturen als humid einzustufen. Zwischen November und Mai herrscht Trockenheit. In diese Periode fällt auch das Wachstum der Pflanzen, da nun die Temperaturen etwas höher liegen, als in der Regenzeit.

Sträucher treten zurück, oder sind nur noch in Krüppelformen anzutreffen. Farne und mehrjährige Kräuter treten in den Vordergrund. Auffällig sind aber auch übermannshohe Pflanzen aus verschiedenen Familien wie den Korbblütlern (Asteraceae), den Lobeliaceae und den Bromeliengewächsen (Bromeliaceae). Die prägenden Lebensformen sind Schopfbäume und Riesenrosettenstauden.

Unterscheidungen

Die Vegetationskundler unterscheiden (von unten nach oben) zwischen dem Subparamo, Paramo und Superparamo.

  • Der Subpáramo bildet den Übergang zwischen montanen Wäldern und dem Páramo. Im Subparamo finden sich überwiegend bis zu 3 m hohe Sträucher.
  • Im Páramo treten die Sträucher zurück oder sind nur noch in Krüppelformen anzutreffen. Farne und mehrjährige Kräuter treten in den Vordergrund. Auffällig sind aber auch übermannshohe Bromeliengewächsen (Bromeliaceae). Die prägenden Lebensformen sind Schopfbäume und Schopfrosette.
  • Im Superpáramo herrscht fast ausschließlicher Bewuchs durch Bodendecker verschiedener systematischer Zugehörigkeit, vor allem aber Flechten und Moose. Diese bodendeckenden Pflanzen haben die Fähigkeit, große Mengen von Wasser zu speichern.

Weblinks

Páramo