Nazca-Platte
| in Costa Rica |
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Die Nazca-Platte ist eine der kleineren Erdplatten, aus denen die Erdkruste und der oberste Teil des Erdmantels aufgebaut sind. Die tektonischen Platten spielen für die großräumigen geologischen Abläufe auf der Erde eine wesentliche Rolle. Die Platte ist nach der peruanischen Hafenstadt Nazca benannt.
Die Nazca-Platte ist vor der Westküste Südamerikas gelegen und gehört zu den ozeanischen Platten die, bis auf wenige kleine Inseln wie zum Beispiel die Juan-Fernández-Inseln, zur Gänze vom Meer bedeckt sind. Die Platte bewegt sich nach Osten und kollidiert dort mit der Südamerikanischen Platte, einer kontinentalen Platte. Beim Zusammenstoß dieser beiden Platten wurde die Nazca-Platte unter den südamerikanischen Kontinent geschoben und tauchte dort bis in den unteren Erdmantel ab; es bildete sich eine Subduktionszone. Typisch für diese Zonen sind die tiefen Erdbeben, deren Epizentren in Tiefen von 320 bis 720 km liegen können. An der Grenze zwischen den beiden Platten bildeten sich Tiefseegräben. Gleichzeitig wurde der südamerikanische Kontinent angehoben. Als Folge dieser Plattenverschiebung kam es auch zur Gebirgsbildung: Entlang der gesamten Westküste Südamerikas faltete sich ein Gebirge auf, die Anden mit einer Höhe von bis zu 6962 m.
Die Anden sind Teil des Pazifischen Feuerrings, einem Raum stärkster seismischer und vulkanischer Aktivität. Die höchsten Vulkane der Erde befinden sich hier.
Im Norden grenzt die Nazca-Platte an die Cocos-Platte, im Westen ist sie begrenzt durch die Pazifische Platte und im Süden durch die Antarktische Platte. Im Osten stößt sie an den südamerikanischen Kontinent und wird dort subduziert.

