Nasenbären

in Costa Rica Bookmark and Share
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Weißrüsselbär (Nasua narica) inspiziert Rucksack
Kurzinfo Nasenbären

Nasua

  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
  • Familie: Kleinbären (Procyonidae)
  • Gattung: Nasenbären
  • Wissenschaftlicher Name Nasua
ein pizote, wie sie in Costa Rica genannt werden
Straßenüberquerung eines Gruppenverbandes nahe der Ortschaft Fortuna (de San Carlos)


Auch bekannt unter den Namen White-nosed Coati und pizote und Antoon aus der Familie der Kleinbären, zu denen auch der Waschbär (span.: mapache) gehört. Unter den in Costa Rica lebenden Säugetieren ist der Nasenbär (span. pizote) eines der bekanntesten. Nasenbären (nasua) sind Kleinbären, mit einer übermäßig in die Länge gezogenen Schnauzenpartie, die von einer langen, äußerst beweglichen Nase überragt wird. Die Tiere haben einen kurzen Hals, im Fell verborgene Ohren, einen schlanken und hochbeinig Körper und einen überkörperlangen Schwanz mit dunkler Ringelzeichnung. Die Fellfärbung ist derart variabel, dass selbst ein Einzelindividuum nach dem Fellwechsel anders aussehen kann als vorher. Allgemein herrscht eine rötliche bis graugelblich-braune Färbung vor.

Man unterscheidet vier Arten:

  1. Weißrüsselbär (Nasua narica), von SW-USA über Costa Rica bis Panamá
  2. Nelson-Nasenbär (Nasua nelsoni), Insel Cozumel in Mexiko
  3. Südamerikanischer Nasenbär (Nasua nasua)
  4. Kleiner oder Bergnasenbär (Nasuella olivacea)


Lebensraum und Ernährung

An seinen Lebensraum stellt der Nasenbär keine speziellen Ansprüche, und so kommt er auch in fast allen Biotopen vor, von tropischen Niederungen über karge Hochwälder bis zum Rand von Wüsten. Ferner ist er sehr zutraulich und zeigt dem Menschen gegenüber kaum Scheu. Deshalb sollte man Lebensmittel und Rucksäcke immer gut verschließen, da die neugierigen Tiere dies gerne durchwühlen.

Der Nasenbär ist ein tagaktives Tier und lebt gesellig in großen Weibchenverbänden, denen sich ein einzelnes Männchen zur Fortpflanzungszeit hinzugesellt. Er ernährt sich in der Hauptsache von vielerlei Wirbellosen, die er, ähnlich dem Waschbären, mit den Vorderpfoten auf dem Boden walgt, ehe er sie verzehrt. Er verschmäht aber auch kleinere Wirbeltiere und fleischige und süße Früchte nicht.

Vorsicht ist für Autofahrer imer dann geboten, wenn ein Gruppenverband die Straßenseite wechselt. Leider oftmals auch angelockt durch Fütterungen ist dies für Mensch und Tier gefährlich. Wildlebende Tiere dürfen nicht gefüttert werden. Dies schadet den Tieren mehr als es ihnen nützt.

Bestand Während der Weißrüsselbär und der Südamerikanische Nasenbär in ihrem Verbreitungsgebiet noch häufig sind, ist der Kleine Nasenbär sehr selten. In Kolumbien steht er unter Schutz.


Weblinks

Nasenbären bei world-of-anmials.de
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