Manzinellenbaum

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Manzinellenbaum
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Manzinellenbaum (Hippomane mancinella)

Reich: Pflanzen (Plantae)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida)
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Gattung: Hippomane
Art: (Foto) Strandapfel
Wissenschaftlicher Name

Hippomane mancinella

Gefährdungsstufe

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IUCN

Viele Pflanzen sind giftig, wenn sie innerlich aufgenommen werden, das ist allgemein bekannt. Bemerkenswert ist aber, dass auch das bloße Berühren bestimmter Pflanzen zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen kann. Brennnesseln sind in diesem Zusammenhang eher harmlos, aber besonders in den Tropen kann man weitaus stärker wirkenden Pflanzen begegnen.

Eines der auch in Costa Rica vorkommenden Gewächse ist der Manzinellenbaum auch als Strandapfel oder Manzanillobaum bekannt (lat. Hippomane mancinella L.). Er stammt aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).

Er ist beheimatet im tropischen Amerika, wo er entlang von Ozeanstränden häufig dichte Gruppen bildet.

Es handelt sich beim Manzinellenbaum um einen kleinen verzweigten Baum mit hellbrauner glatter Rinde und sehr kleinen grünen Blüten. Die Früchte ähneln kleinen grünen Äpfeln. Der Baum enthält milchigen Saft.

Die reizende wirkung ist chemisch. Pflanzengifte können ohne mechanische Verletzung in die Haut eindringen. Auf der Haut erregt der Saft (nach ca. einer halben Stunde) heftiges Brennen, Entzündungen und Bläschen-Ausschlag mit nachfolgender Abschuppung der Oberhaut. Gerät ein kleiner Tropfen des ätzenden Milchsaftes oder der Rauch des brennenden Baumes ins Auge, besteht die Gefahr des Erblindens. Sogar Regentropfen, die von einem Manzanillo-Baum fallen, können Hautschädigungen und schwere Augenreizungen verursachen. Alle Pflanzenteile sind auch innerlich sehr stark giftig und krebserregend.

Maßnahmen: Haut waschen, Cortisonsalbe. Augen sofort mit Wasser ausspülen. Blasen steril abdecken. Tetanusprophylaxe, ärztliche Behandlung.