Mantelbrüllaffen
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Kurzinfo Mantelbrüllaffen
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Die Mantelbrüllaffen (engl.: mantled howler, span.: Araguato oder Coto de Manto), eine von sechs in Amerika beheimeteten Brüllaffenarten, sind die häufigsten der in Costa Rica vorkommenden vier Affenarten. Ihre Fellfärbung ist meist schwarz, manchmal auch bräunlich. Sie haben lange, goldbraune Fransen an den Flanken. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 60 bis 90 Zentimetern (mit einem ebenso langen Schwanz) und ein Gewicht von 4 bis 10 Kilogramm. Das Gesicht ist haarlos.
Auffällig sind ihre langsamen Bewegungen, denn sie ernähren sich ausschließlich von Blättern und Früchten und müssen daher mit ihren Energiereserven haushalten. Aus diesem Grunde verteidigen die Männchen ihr Revier nicht mit Kämpfen, sondern "setzen ihre Marken" durch ein ohrenbetäubendes Gebrüll - sicher eine der eindruckvollsten und typischsten Tiergeräusche im Regenwald von Costa Rica. Da dieses Brüllen über 1 Kilometer entfernt hörbar ist, können so auch weit entfernte Gruppen miteinander kommunizieren bzw. sich auf Distanz halten.
Vorkommen
Die Mantelbrüllaffen kommen in ganz Mittelamerika vor; bevorzugt in immergrünen Regenwäldern, häufig an Flussläufen.
Wissenswertes
Brüllaffen verfügen über eine sehr laute Stimme, mit der jede Gruppe vor allem morgens den Nachbargruppen ihren Standort anzeigt. Auch am Abend oder bei Gefahr brüllen sie einerseits zur Abschreckung und andererseits zur Reviermarkierung. Die tagaktiven Tiere sind recht friedlich und leben mit mehreren erwachsenen Männchen und Weibchen in Sozialgruppen zu etwa 5 bis 31, im Mittel etwa 18 Tieren. Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes verringert sich ihre Zahl stetig.

