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Königsgeier

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Königsgeier
Königsgeier.jpg

Königsgeier (Sarcoramphus papa)

Reich: Tiere (Animalia)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)
Familie: Neuweltgeier (Cathartidae)
Gattung: Sarcoramphus
Art: (Foto) Königsgeier
Wissenschaftlicher Name

Sarcoramphus papa

Gefährdungsstufe

Gefahrdung LC.png
IUCN

Der Königsgeier (lat.: Sarcoramphus papa) ist der farbenprächtigste Neuweltgeier Mittel- und Südamerikas und die einzige Art seiner Gattung. Den Namen erhielt er, da er an Aasstellen gegenüber anderen Geiern dominiert.

Merkmale

Königsgeier sind sehr auffällig gefärbt. Ihr nackter Kopf ist am Scheitel, Hals sowie um die Augen herum rot, die Schnabelwarzen und der Nacken orange bis gelb. An den Wangen befinden sich kurze, gräulichweiße Federn, während der untere Teil des Halses schwarz ist. Die Vorderseite ist weißgrau. Diese Geier werden bis zu 85 cm lang, und 4,5 kg schwer, und besitzen eine Flügelspannweite von knapp 2 m. Wie alle Neuweltgeier hat auch der Königsgeier einen kräftigen Schnabel und starke Zehen.

Lebensweise

Königsgeier sind zwar nicht sehr gesellig, sind eher Einzelgänger, leben aber paarweise und schlafen nachts in Schlafgemeinschaften (ähnlich dem Truthahngeier). Tagsüber segeln sie stundenlang ohne ihre Flügel zu bewegen und suchen nach Nahrung. Sie meiden das Hochgebirge und halten sich vor allem in lockerem Regenwäldern und Savannen auf.

Nahrung

Königsgeier erspähen ihre Beute bereits aus großer Höhe während ihrer eleganten Flüge. Sie haben einen guten Geruchssinn, sowie scharfe Augen. Ihre Nahrung besteht neben Fischen, Kleinsäugern und Schlangen vor allem aus Aas. An einem Aasplatz angekommen, versammeln sie sich zu mehreren Dutzend Tieren und vertreiben andere Geier oder jagen ihnen Nahrung ab. Aktiv töten Königsgeier nur kleine Tiere, da sie bedingt durch ihre eher schwach entwickelten Klauen nicht in der Lage sind, größere Beutetiere zu reißen.

Fortpflanzung

Königsgeier brüten alle zwei Jahre und bauen kein Nest, sondern legen die Eier entweder in vermoderte Baumstümpfe oder in Astgabeln und Felsspalten, welche sich oft in Höhen von 20 bis 30 m befinden. Meistens legt das Weibchen nur ein weiß-gelbliches, rotbraun geflecktes Ei, manchmal kommt es aber auch vor, dass die Brut drei Eier umfasst. Nach einer 55-tägigen Brutdauer, an der beide Eltern zu gleichen Teilen beteiligt sind, schlüpft der Jungvogel. Er wird durch vorverdaute Nahrung aus dem Kropf der Eltern gefüttert. Die Nestlingsdauer beträgt 80 bis 90 Tage; danach verlässt das Junge das Nest, bleibt aber oft noch 150 bis 600 Tage bei den Eltern.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Königsgeier erstreckt sich von Mexiko über Mittelamerika und Südamerika bis Nordargentinien und Uruguay. In Costa Rica findet man ihn fast nur noch in Restbeständen im Nationalpark Corcovado auf der Osa-Halbinsel.


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Literaturempfehlungen zu Vögeln
  • Steven L. Hilty: Birds of Venezuela. Christopher Helm Publishers Ltd, 2002, ISBN 0-7136-6418-5
  • Richard Ffrench: A Guide to the Birds of Trinidad and Tobago. Christopher Helm Publishers Ltd, 2003, ISBN 0-7136-6759-1
  • Fry, Fry und Harris: Kingfishers, Bee-eaters and Rollers ISBN 0-7136-5206-3
  • Hilty: Birds of Venezuela ISBN 0-7136-6418-5
  • Stiles and Skutch: A guide to the birds of Costa Rica ISBN 0-8014-9600-4
  • Robert S. Ridgely A Guide to the Birds of Panama: With Costa Rica, Nicaragua, and Honduras ISBN 0691025126
  • David Attenborough: Das geheime Leben der Vögel. Verlag: Scherz (1999) ISBN 3502150303
  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Ferguson-Lees & Christie: Die Greifvögel der Welt (deutsch von Volker und Jochen Dierschke). Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-440-11509-1
  • Josep del Hoyo et al.: Handbook of the Birds of the World, Band 2 (New World Vultures to Guinea Fowl). Lynx Edicions, 1994, ISBN 84-87334-15-6
  • New World Warblers (New Mermaids) von Jon Curson, 1994, ISBN 0-7136-3932-6
  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X
  • Thomas Schulenberg, Douglas F. Stotz, Daniel F. Lane: Birds of Peru, Princeton University Press, 2007, ISBN 978-0691049151
  • Robert S. Ridgely, Paul J. Greenfield: Birds of Ecuador Field Guide, Vol. 2, Cornell University Press, 2001, ISBN 978-0-8014-8721-7
  • Steve N. G. Howell, Sophie Webb: A Guide to the Birds of Mexico and Northern Central America, Oxford University Press, 1995, ISBN 978-0198540120
  • David Burnie, Ben Hoare, Audobon: Bird, 2007, ISBN 978-0756631536
  • Steven L. Hilty, William L. Brown: A Guide to the Birds of Colombia. Princeton University Press, 1986, ISBN 978-0691083728


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