Erdbeerfrosch

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Erdbeerfröschchen
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Erdbeerfrosch (Oophaga pumilio)

Reich: Tiere (Animalia)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Lurche (Amphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Familie: Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae)
Gattung: Oophaga
Art: (Foto) Erdbeerfröschchen
Wissenschaftlicher Name

Oophaga pumilio

Gefährdungsstufe

Gefahrdung LC.png
IUCN

Verbreitungsgebiet des Erdbeerfrosches
Oophaga pumilia "Bribri" (Puerto Viejo)

Der Erdbeerfrosch ist unter vielen Synonymen bekannt. Die meistverwendeten sind Blue Jeans Dartfrog, Strawberry Poison-Dart Frog, Red-and-blue Poison Frog, oder auch Panamá-Zwergbaumsteiger seltener auch Strawberry Poison Frog (Dendrobates pumilio). Er gehört zur Familie der Baumsteigerfrösche (Dendrobates). Er lebt im allgemeinen in Bodennähe und versteckt sich oft unter dem Bodenlaub tropischer Regenwälder in Costa Rica, Nicaragua und Panamá. Das Tier ist tagaktiv und ernährt sich vorwiegend von Ameisen und Termiten, es wird nicht größer als 2,5 Zentimeter (Weibchen). Der Frosch hat seinen Namen aufgrund seiner leuchtend rote Hautfarbe und den auffallend blauen Schenkeln. Baumsteigerfrösche (Dendrobates) gibt es jedoch noch in vielen anderen Farbvarianten wie braun, blau und grün. Zur Verteidigung gegen Feinde befinden sich auf der Außenhaut der Frösche Drüsen, die eine hochgiftige Substanz enthalten. Diese wurde und wird von Einheimischen für die Herstellung von Giftpfeilen verwendet; daher rührt die gebräuchliche Bezeichnung als Pfeilgiftfrosch (Dart Frog). Gleichzeitig soll seine grelle Färbung möglichen Angreifern als Warnsignal dienen.

Verbreitung

Die meisten Erdbeerfröschchen sieht man nicht im Primärwald! Sie sind Kulturfolger und überall in dünn besiedelten Grünland mit Bäumen zu finden. Ansonsten sind die erweiterten Uferbereiche und Böschungen des Río Reventazon ein guter Fundort, an den Brückenübergängen kann man sich herunterwinden. (In Panamá gibt es ca. 25 Farbvarianten)

Der Blaubeiner kommt (mit Überschneidungen) vom Río Reventazon bis zur Karibikküste vor, der Schwarzbeiner vom Río Reventazon in Richtung San Jose, max. Höhenlage bis ca. 1000 Meter ü NN.

Fortpflanzung

Eine feste Paarungszeit ist bei den Erdbeerfröschen nicht bekannt. Das Weibchen laicht seine Eier zwischen nassen Blättern ab. Die Kaulquappen werden sofort nach der Geburt auf dem Rücken des Weibchens zu einer Wasserlache getragen, die sich meist in den Blüten von Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) befindet. Die jungen Kaulquappen bleiben dort bis zu ihrer Umwandlung in Frösche. Der Erdbeerfrosch ist ein bodenorientiert lebender Frosch und nutzt bevorzugt Brutpflanzen aus der Familie der Helikonien (Heliconiaceae) und Aronstabgewächse, wie zum Beispiel die Dieffenbachie.

Weblinks