Elektrizität

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Logo des staatlichen Energiekonzerns Instituto Costarricense de Electricidad (ICE)
Amerikanische Norm
Stromverteilung (Orosi)
Individueller Stromzähler, wie er überall im Land zu sehen ist ...

Die Stromspannung sowohl in Costa Rica als auch in Panamá beträgt allgemein 110 Volt / 60 Hz. Die Steckdosen entsprechen der amerikanischen Norm für den Stecker-Typ B. Für europäische Stecker ist daher ein Steckdosen-Adapter (adaptador de corriente) notwendig. Es wird daher empfohlen, einen Adapter mitzubringen - zumal heute dank digitaler Fotoapparate kaum jemand ohne Stromversorgung auskommen dürfte. Adapter (adaptados de corriente) kann man aber auch in Costa Rica in einer Ferreteria für wenig Geld kaufen - es ist allerdings selbst in San José nicht ganz einfach, einen Adapter ohne größeren Zeitaufwand zu erwerben.

Schon bei der Anschaffung elektrischer Geräte (Ladegeräte, Rasierer, Netzteil für Notebook etc.) sollte man darauf achten, dass diese über einen Weitbereichseingang verfügen. Man erkennt das z.B. an der Aufschrift "100-240Vac~ 50-60Hz". Nur solche Geräte kann man sowohl in Deutschland (bzw. A/CH) als auch in Costa Rica der Panamá verwenden.

Tipp: In vielen Hotels sind Adapter zwischen Steckdose und TV zu finden (genau hinschauen, sie sind klein und manchmal schwarz), ansonsten an der Rezeption nachfragen.

Stromerzeugung in Costa Rica

Costa Rica hat ein großes Potential in den vorhanden Quellen erneuerbarer Energie, hauptsächlich in der Geothermie, der Windenergie und der Wasserkraft. Costa Rica deckt 80 Prozent seines Energiebedarfs aus Wasserkraft - einen Großteil davon aus dem Arenal-Stausee, und 17% aus Geothermalkraftwerken (Stand: März 2011). Costa Rica deckt seinen Energiebedarf zu 95 Prozent aus erneuerbaren Energien. 99,2 Prozent der Haushalte sind an das Stromnetz angeschlossen; und die Strompreise gehören zu den niedrigsten in Lateinamerika - und auch weltweit.

Seit der Lockerung des staatlichen Stromerzeugungsmonopols Mitte der 90er Jahre dürfen auch private Betreiber Kraftwerke bauen. So entstanden mit deutscher Hilfe im Norden des Landes zwei kleinere Wasserkraftwerke, die zusammen 30 Megawatt (MW) Strom erzeugen und so etwa 120.000 Haushalte in der Region versorgen. Das größte Energiepotential Zentralamerikas liegt aber in der Geothermalenergie. Es gibt schon verschiedene Projekte. In Las Pailas, am Rande des Nationalpark Rincón de la Vieja, wird zurzeit ein neues 35MW-Kraftwerk gebaut und noch 2011 in Betrieb gehen.

Im August 2008 wurde mit deutsche Hilfe mit dem Bau des größten Windparks in Mittelamerika begonnen. Das Projekt „Proyecto Eólico Guanacaste" in Costa Rica besteht aus 55 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 49,5 Megawatt (Quelle). Die Anlage liefert rund 240 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie pro Jahr. Anlagenlieferant ist die Auricher Windkraftschmiede Enercon. Die Inbetriebnahme des Windparks ist 2009 erfolgt (Quelle).

Der Großmotorenhersteller MAN Diesel baut ab 2009 ein Dieselkraftwerk in Garabito nahe der Stadt Puntarenas im Westen des Landes. Ab Dezember 2010 soll die Anlage mit 11 MAN-Diesel-Motoren Elektrizität in einem Umfang von 200 MW in das Stromnetz Costa Ricas einspeisen. Das dann größte Kraftwerk Costa Ricas soll allein ca 10% der Versorgung des ganzen Landes übernehmen. Die Auftragssumme für MAN Diesel belaufe sich auf mehr als 190 Mio EUR.

Erzeugte Energieleistung in Costa Rica

  • 2007: 8.918 MWh
  • 2005: 8.349 MWh
  • 2001: 6.839 MWh

Vergleichszahl Bundesrepublik Deutschland

  • 2007: 594.400 MWh
  • 2005: 579.400 MWh

Weblinks