Elektrizität
| in Costa Rica |
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Die Stromspannung beträgt allgemein 110 Volt / 60 Hz. Die Steckdosen entsprechen der amerikanischen Norm. Für europäische Stecker ist Steckdosen-Adapter (adaptador de corriente) notwendig. Es wird daher empfohlen, einen Adapter mitzubringen - zumal heute dank digitaler Fotoapparate kaum jemand ohne Stromversorgung auskommen dürfte. Adapter (adaptados de corriente) kann man aber auch in Costa Rica in einer Ferreteria für wenig Geld kaufen - es ist selbst in San José nicht ganz einfach, einen Adapter ohnen größeren Zeitaufwand zu erwerben.
Schon bei der Anschaffung elektrischer Geräte (Ladegeräte, Rasierer, Netzteil für Notebook etc.) sollte man darauf achten, dass diese über einen Weitbereichseingang verfügen. Man erkennt das z.B. an der Aufschrift "100-240Vac~ 50-60Hz". Nur solche Geräte kann man sowohl in Deutschland (bzw. A/CH) als auch in Costa Rica verwenden.
Tipp: In vielen Hotels sind Adapter zwischen Steckdose und TV zu finden (genau hinschauen, sind klein und manchmal schwarz), ansonsten an der Rezeption nachfragen.
Stromerzeugung
Costa Rica hat ein großes Potential in den vorhanden Quellen erneuerbarer Energie, hauptsächlich in der Geothermie, der Windenergie und der Wasserkraft. Costa Rica deckt 80 Prozent seines Energiebedarfs aus Wasserkraft - einen Großteil davon aus dem Arenal-Stausee. Seit der Lockerung des staatlichen Stromerzeugungsmonopols Mitte der 90er Jahre dürfen auch private Betreiber Kraftwerke bauen. So entstanden mit deutscher Hilfe im Norden des Landes zwei kleinere Wasserkraftwerke, die zusammen 30 Megawatt (MW) Strom erzeugen und so etwa 120.000 Haushalte in der Region versorgen. Das größte Energiepotential Zentralamerikas liegt aber in der Geothermalenergie. Es gibt schon verschiedene Projekte. Am Rande des Nationalpark Rincón de la Vieja finden zum Beispiel zurzeit (August 2007) Versuchsbohrungen statt. Diese scheinen erfolgreich zu sein, da eine neue Stromleitung Richtung Liberia schon im Bau ist.
Im August 2008 wurde mit deutsche Hilfe mit dem Bau des größten Windparks in Mittelamerika begonnen. Das Projekt „Proyecto Eólico Guanacaste" in Costa Rica besteht aus 55 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 49,5 Megawatt (Quelle). Die Anlage liefert rund 240 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie pro Jahr. Anlagenlieferant ist die Auricher Windkraftschmiede Enercon. Die Inbetriebnahme des Windparks ist 2009 erfolgt (Quelle).
Der Großmotorenhersteller MAN Diesel baut ab 2009 ein Dieselkraftwerk in Garabito nahe der Stadt Puntarenas im Westen des Landes. Ab Dezember 2010 soll die Anlage mit 11 MAN-Diesel-Motoren Elektrizität in einem Umfang von 200 MW in das Stromnetz Costa Ricas einspeisen. Das dann größte Kraftwerk Costa Ricas soll allein ca 10% der Versorgung des ganzen Landes übernehmen. Die Auftragssumme für MAN Diesel belaufe sich auf mehr als 190 Mio EUR.
Stromerzeugung in Costa Rica in Millionen Kilowattstunden
- 2007: 8.918 kWh
- 2005: 8.349 kWh
- 2001: 6.839 kWh
Vergleichszahl Bundesrepublik Deutschland
- 2007: 594.400 kWh
- 2005: 579.400 kWh
Weblinks
- Costa Rica: Wie wichtig ist die Rolle Costa Ricas für das Weltklima? caiman.de, 02.02.2010
- Erneuerbare Energien in Lateinamerika am Beispiel Costa Ricas caiman.de, 30.11.2009
- Reise-Adapter
- Windkraftanlage in Costa Rica
- MAN Dieselkraftwerk
- KfW IPEX-Bank finanziert 200 Megawatt Kraftwerk in Garabito finanznachrichten.de, 08.06.2009
- Hochspannungs-Energieverteilung in Costa Rica (Grafik, 2006)
- Mapa de Costa Rica con líneas de transmisión Energieverteilung in Costa Rica im Detail 2007 (PDF; 4,5MB)

