Großer Soldatenara
| in Costa Rica |
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| Großer Soldatenara | |
|---|---|
Großer Soldatenara (Ara ambiguus) | |
| Reich: | Tiere (Animalia) |
| Abteilung: | Gewebetiere (Eumetazoa) |
| Stamm: | Chordatiere (Chordata) |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Ordnung: | Papageien (Psittaciformes) |
| Familie: | Eigentliche Papageien (Psittacidae) |
| Gattung: | Eigentliche Aras (Ara) |
| Art: (Foto) | Großer Soldatenara |
| Wissenschaftlicher Name | |
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Ara ambiguus | |
| Gefährdungsstufe | |
Der Große Soldatenara oder auch Bechstein-Ara / Grüner Ara (lat. Ara ambigua) ist eine Papageienart aus der Familie der Eigentlichen Papageien.
Beschreibung
Größe: 85 cm. Gefieder hauptsächlich oliv-grün. Stirn rot. Das nackte Gesicht ist mit feinen Federstricheln besetzt, die an den Zügeln rot, sonst kastanienfarben gefärbt sind. Schwungfedern blau, große Flügeldecken mit blauer Kante. Schwanzfedern von kastanienrot bis hin zu blau an der Spitze. Obere Schwanzdeckfedern bläulich. Schnabel schwarz mit grauer Spitze. Füße dunkelgrau. Iris gelblich-grau. Die Unterart A.a. guayaquilensis hat grüne Schwanzfedern. Vom Kleinen Soldatenara unterscheidet sich der Große Soldatenara durch die mehr gelbe Grüntönung des Gefieders, außerdem ist er viel größer.
Verbreitung
Von Nordost-Nicaragua bis nach Choco in Mittel-Kolumbien. In Costa Rica, wo nur noch etwa 200 Exemplare vorkommen, ist sein Hauptverbreitunggebiet / Hauptnistplatz im Regenwald am Río San Carlos.
Habitat
Tropischer Regenwald der Niederungen, bis in etwa 600 m Höhe. Die Großen Soldatenaras bevorzugen den dichten tropischen Regenwald und besuchen kaum Gegenden mit offener Vegetation. Sie leben in kleinen Gesellschaften oder Familien von max. 5 bis 6 Individuen zusammen und sind sehr standorttreu. Erst nachdem die Nahrungsreserven eines Gebietes aufgebraucht sind, ziehen sie weiter.
Bis vor einiger Zeit waren diese Aras auf beiden Seiten des Panamákanals relativ häufig, sind aber dort jetzt aufgrund der Zerstörung ihrer Umwelt durch den Menschen verschwunden. Spezielle Berichte zu Erhaltungsprogrammen des Ara ambiguus in Panamá und Ecuador sind auf den Seiten des World Parrot Trust zu finden. (sh. Weblinks)
Ernährung
Samen, Nüsse, Früchte und Beeren aus den oberen Baumregionen. Kerne des Almendro-Baumes
Brut
Die Brutsaison beginnt in den südlicheren Teilen des Verbreitungsgebietes etwa im Dezember. Einige Wochen später dann in den nördlicheren Gegenden. Das Gelege besteht aus bis zu 3 Eiern. Die Jungen sind nach etwa 100 Tagen flügge.
Gefährdung
Durch die Lebensraumzerstörung, insbesondere die Rodung der Almendro-Bäume ist der Große Soldatenara stark gefährdet. Die IUCN führt den großen Soldatenara als "Endangered" (bedroht). Der Raub von Nestlingen für den Vogelhandel setzt der sehr geschwächten Population ebenfalls zu.
Weltweit gibt es einer Schätzung des IUCN zufolge weniger als 2.500 ausgewachsene Paare (insgesamt weniger als 3.700 Paare), wovon die größte Population in Kolumbien mit ca. ausgewachsenen 1.700 Paaren lebt. In Costa Rica gibt es nur noch 25-35 ausgewachsene Paare. Der Rest verteilt sich auf die Länder Nicaragua, Panamá und Ecuador.
Untrennbar zusammen gehören der Almendro und der Große Soldatenara. Dieser prachtvolle Papagei brütet in den Astlöchern der Almendros und ernährt sich hauptsächlich von seinen mandelförmigen Kernen. Die beiden tropischen Schönheiten sind einst eine vielversprechende Beziehung eingegangen. Durch Raubbau und großflächige Rodungen wurden der Baum und sein Papagei in eine tiefe Krise gestürzt.
Artenvielfalt auf engem Raum bedeutet gleichzeitig eine ausgeprägte Spezialisierung jeder einzelnen Art. Ein drastisches Beispiel für dieses Phänomen zeigt der Rückgang des Bestandes des Grünen Aras. Der Almendro und der Grüne Ara gehören untrennbar zusammen, und wo dieser Baum nicht mehr vorkommt, verschwindet auch der grüne Papagei.

